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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Gr  r  ü  n  c  r  t.

4.  Es  ist  eine  bei  allen  Sprachen  bemerkbare  und  gang
und  gäbe  Erscheinung,  dass  dieselben  in  dem  Verhältniss  ihre
indifferenteren  Laute  durch  bestimmtere  ersetzen,  2  als  sie  entwickelt ­
  und  ausgebildet  oder  mit  fremden  Elementen  versetzt
sind.  Die  Beduinen  z.  B.  sprechen  in  ihrer  kernigen  und
rauhen  Sprache  das  '—äJt  in  ^ijo  mehr  wie  ein
reines  ä. 3
Durch  die  vorerst  zu  Kor’änzwecken  eifrigst  gepflegten
grammatischen  Studien  der  Araber  wurde,  namentlich  was  die
Aussprache  der  Laute  betrifft,  eine  Feinheit  und  Eleganz  entwickelt, ­
  die  wir  fast  in  keiner  Sprache  anzutreffen  vermögen.
Zamahsari  citirt  im  Mufassal,  S.  M,  ZI.  5—9  eine  interessante
Stelle,  worin  er  diejenigen  Laute  namhaft  macht,  die  für  die
Kor’än-Lesung  und,  wie  er  sagt,  mit  ihrer
Nuancirung  in  Anwendung  kommen,  ja,  diese  Laute  stehen  als
dependirende  (g^i)  ausserhalb  der  Buchstaben  des  Alphabetes:
L$äx>  j  xji.w.äJI  dLb
’  ..  '  .  ~  ,,  ",  s  A  s-1

  Die  fünfte  Erklärung  (I  a  ...  ,nl  ist  schon  oben  unter  ,

worden.

vj|‘  citirt

2  Wallin,  IX,  S.  7.
3  Wallin,  XII,  S.  668.
            
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