486
Gr r ü n c r t.
4. Es ist eine bei allen Sprachen bemerkbare und gang
und gäbe Erscheinung, dass dieselben in dem Verhältniss ihre
indifferenteren Laute durch bestimmtere ersetzen, 2 als sie entwickelt
und ausgebildet oder mit fremden Elementen versetzt
sind. Die Beduinen z. B. sprechen in ihrer kernigen und
rauhen Sprache das '—äJt in ^ijo mehr wie ein
reines ä. 3
Durch die vorerst zu Kor’änzwecken eifrigst gepflegten
grammatischen Studien der Araber wurde, namentlich was die
Aussprache der Laute betrifft, eine Feinheit und Eleganz entwickelt,
die wir fast in keiner Sprache anzutreffen vermögen.
Zamahsari citirt im Mufassal, S. M, ZI. 5—9 eine interessante
Stelle, worin er diejenigen Laute namhaft macht, die für die
Kor’än-Lesung und, wie er sagt, mit ihrer
Nuancirung in Anwendung kommen, ja, diese Laute stehen als
dependirende (g^i) ausserhalb der Buchstaben des Alphabetes:
L$äx> j xji.w.äJI dLb
’ .. ' . ~ ,, ", s A s-1
Die fünfte Erklärung (I a ... ,nl ist schon oben unter ,
worden.
vj|‘ citirt
2 Wallin, IX, S. 7.
3 Wallin, XII, S. 668.