Die Imäla, der Umlaut im Arabischen.
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y&O für Lct> geschrieben sein müsste; wir haben ihn vielmehr
aus einer besonderen Aussprache des I zu erklären, d. h. Worte
IS
wie tS 3 ’ sprach man nicht mit reinem a ? sondern mit Neigung
zum l LJ! ^ kJ Lop, also ae oder e. Diese Erklärung, nach
der auch manche Kor'an-Lehrer lesen, stützt sich nicht nur
auf die Orthographie, zumal da auch Syrer, Hebräer und
Neuperser e durch 1 ausdrücken, 1 sondern auch auf die Etymologie
und den Reim, denn wenn man die grosse Zahl der
auf !—, ^5 — , LgjJ~ ausgehenden Verse bedenkt, wird man
es nicht für Zufall halten, dass nur bei ganz wenigen
(Sur. 18, 12; 65, 7; 99, 5; 20, 125) und ! — aufeinander
reimen . . . /
Dagegen führt Nöldeke 2 einige Beispiele aus kufischen
Handschriften an, wo einzeln schon in alter Zeit t— für e '
w & a egebraucht
wurde, wie UL», iLc, Li^i, Lvit, LAo^, (V^Li'l,
und bemerkt, dass dieser Gebrauch ,durch das Ueberwiegen
einer anderen Aussprache über die traditionelle Regel zu erklären
ist, später häufig in magribinischen Handschriften vorkommt
und sich auch in sNyj (Cur. 22, 4) findet/
I11 den oben angegebenen Fällen bezieht sich die Modification
in der Aussprache auf den 3. Radical. Nöldeke 3 citirt
auch die Schreibung ^aE (teb) für ,die ‘Asim Aljahdari
in 'Otman’s Handschrift gefunden haben will* und hält sie für,
aus einer anderen Aussprache als der echt cjor’änischen entstanden;
ebenso ,soll 4 Alkisäi gesagt haben, er habe in Ubai’s
Handschrift Lo» für JLL^JJ, * L» gefunden. Auch im
Cod. Goth. lb, Nr. 17 findet sich kA=»j/o statt sUyo (Sur. 12,88)/
Der Grad, mit welchem man in der Aussprache diesen
reinen a-Laut zum i-Laute neigte, ist vorher noch unbestimmt,
1 ,Das von Rödiger, Zeitsohr. d. DM6. (XIV, 485 ff.) beschriebene Qoräu-Eragment
in hebr. Schrift drückt sogar die Imäla in zweimal
geradezu durch aus. Nöldeke, a. a. 0. Verbesserungen und Zusätze:
Zu S. 253.
2 A. a. O. S. 255.
3 A. a. 0. S. 255.
4 Ebendaselbst, Anm. •).