Die Imäla, der Umlaut im Arabischen.
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vorherrschend. Mir steht es fest, dass, in Hinsicht auf die
obenerwähnte Vocal-Assimilation der in der Aussprache am
wenigsten modificirte i-Laut einen Einfluss auf den so vieler
Nuancirungen fähigen a-Laut gewinnt. Ich möchte auch, nicht
ohne Berechtigung, die in der arabischen Sprache auftretende
Erscheinung der Imäla mit dem deutschen .Umlaute' vergleichen;
hier wie dort ist es der i-Laut, der den folgenden Vocal zum
,Trüblaute' umwandelt, nur dass sich im Arabischen dieser
Process blös auf den a-Laut erstreckt. 1
In Bezug auf die Aufstellung der die Imäla bewirkenden
.c-Ursachen
(oLa*u!) geben sowohl Sujüti als Ibn Ja'is ein ganz
geregeltes System, das an Vollständigkeit nichts zu wünschen
übrig lässt. Die Anzahl dieser wird verschieden angegeben:
Ibn Ja'is 2 erwähnt deren sechs, die Kor’än-Interpreten
zehn, welche zehn Ibn Al-Gazari auf zwei zurückgeführt hat,
nämlich auf das Kasra und das Ja. 3
c-Man
hat bei der Feststellung dieser cjIaaJ im Allgemeinen
zwei Gesichtspunkte zu fixiren:
I. Die Imäla des ’Alif wird veranlasst durch eine in der Nähe
dieses ’Alif vorhandene, äussere Ursache, das ist der i-Laut
Kasra und Jä;
II. die Imäla des ’Alif wird veranlasst durch eine innere Ursache,
nämlich durch die etymologische Substitution dieses
’Alif selbst.
Demnach ergeben sich die von Ibn Ja'is (a. a. 0.) 1 nach
den Textworten des Mufassal (siehe oben die Definition) auf-.e.
*
gestellten sechs wjIaaJ also:
1 In Bezug auf die Aussprache des i in gewissen Fällen wie ü fiat)
kann man die Vergleichung ebenfalls aufrecht erhalten.
2 Ref. Nr. 72, S. 645, ZI. 10—12.
3 It-kän, p. IM 4 !, ZI 16 ff.
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