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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

4G6

Grüne  rt.

die  Orthographie  bestimmten  Fällen  der  Imäla  wie  in  ^‘1
ist  es  das  lange  a  (ä  =  >—äJ^M  oder
oLÖt),  das  zum  i-Laut  sich  neigt,  als  auch  in  den
Fällen,  wo  !  in  der  Mitte  steht  (I  '  ,  sJoMyZ+SI  i_öj^)!).  Doch
von  einer  Imäla  des  Fatha  als  kurzen  a-Vocals  (-—)  spricht
weder  Ihn  Mälik  in  der  ’Alfijja,  noch  Sujuti  im  Itkän.  Zamah&ari
erwähnt  die  Neigung  des  kurzen  a-Vocals  zum  i-Laute  als
Imäla,  Mufassal  S.  t‘t*,  ZI.  10  f.  nur  in  den  vier  Beispielen:

und

hier  tritt  die  Imäla  unter  ganz  bestimmten  Verhältnissen
(äj^ujCJI  *Lil)  ein  (vgl.  das  Nähere  darüber  unten  im  Commentar
  zu  diesem  J-oi).  1
Die  scheinbar  specialisirenden  Definitionen  II.,  III.  und
IV.  sind  demnach  anders  zu  verstehen.  Nach  arabischer  Ansicht ­

 2  besteht  der  lange  Vocal  aus  einer  Bewegung
und  einem  ruhenden  Vocal-Consonanten.  Die  lautliche  Aenderung
  bei  der  Imäla  trifft  zunächst  das  Fatha  (  "  ),  dann  das  I;
jenes  wird  dem  Kasra  (  „  )  nahe  gebracht,  mithin  dieses  dem  <£
und  nur  so  haben  wir  obige  Definitionen  aufzufassen.  Zamalisari
nimmt  daher  in  seiner  Definition  das  ’Alif,  als  Träger  der  Imäla,

1  Es  ist  nicht  zu  übersehen,  dass  Ihn  Ja'is  im  Commentare  zum  Mufassal
dieses  (J  .n  i  von  dem  fortlaufenden  Texte  getrennt  und  es  mit  seinem
Commentare  ans  Ende  des  Abschnittes  über  die  Imfila  gestellt;  Ref.  Nr.  72,
S.  653,  ZI.  9—22.  Es  scheint  ihm  ein  anderes.  Exemplar  Vorgelegen
zu  haben.  —  Wenn  Wallin,  über  die  Laute  des  Arabischen  und  ihre
Bezeichnung,  Ztschr.  d.  DM6.  IX.  S.  6  sagt:  ,aber  das  Fath  oder  a  ist
mehreren  Nuancirungen  unterworfen  und  klingt  bald  wie  ein  offenes  deutsches ­

  a,  z.  B.  bald  wie  ä,  z  B.  ^yj  liibiin,  bald  wie  e,  z.  B

e

delll.  Die  Aussprache  des  Fath  wie  ä  oder  e,  wird  schon  von  den
älteren  arabischen  Grammatikern  erwähnt  und  von  ihnen  Imäleh  (xjLo!)
genannt....‘  so  kann  ich  ihm  in  Bezug  auf  letztere  Worte  nicht  beistimmen; ­
  kein  Grammatiker  erwähnt  die  Aussprache  des  _1  wie  ä  oder
e  in  den  citirten  Beispielen  als  Imäla,  für  sie  gilt  Imäla  als  terminus
technicus  nur  für  die  Neigung  des  langen  a.
2  Vgl.  Wallin,  IX.  S.  2,  30  u.  37.
            
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