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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Grünert.

sowohl  als  Kor’än-Intorpreten  zum  Zwecke  der  richtigen  Kor’anin

  ihren  Schriften  niedergelegt.

Lesung

Diese  durch  die  weitere  Entwickelung  und  Ausbildung
der  Sprache  immer  bestimmter  -werdende  Feinheit  der  Aussprache ­
  wild  zunächst  zum  Kor’an-Lesezwecke  ausgebeutet,  dann

iks  überhaupt  und  Thema  der  Grammatik.

Das  Classisch-Arabische  hat  diesen  terminus  technicus
nur  für  die  Neigung  des  gedehnten  a  zum  i-Laute  und  die
Grammatiker  führen  nur  sehr  wenige  Beispiele  einer  Imäla
des  kurzen  a-Lautes  an.
Durch  die  Ausbreitung  der  arab.  Sprache  über  fremde
Länder,  durch  die  Mischung  einzelner  Stämme  untereinander,
durch  die  Berührung  mit  fremden  Idiomen  wurde  die  Aussprache ­
  des  Arabischen,  wie  das  bei  jeder  Sprache  unter  denselben ­
  Vorbedingungen  der  Fall  ist,  immer  differenzirter,  der
Vocalismus  immer  mehr  modificirt.
So  erreicht  diese  Neigung  des  a-Lautes,  die  sich  anfangs
nur  auf  den  gedehnten  Vocal  bezog,  auf  verschiedenem  Boden
nicht  nur  die  äusserste  Gränze  (ä'~'i,  Indien  und  die  angränzenden
  Länder  auf  der  einen,  westl.  Afrika  auf  der  andern
Seite),  sondern  wird  auch  bei  dem  kurzen  a-Laut  allgemein

So  wird  die  Neigung  des  ä  zu  ä  in  einem  Theile  Syriens

angetroffen;  1  in  Beirut  wird  dieses  ä  einfach  zu  langem,  geschlossenem ­
  e.  2
Im  Maltesischen  wird  dieses  ä  als  ein  zwischen  e  und  i
schwebender  Laut,  als  ein  dumpfes  y  gehört.  3

1  Fleischer,  Beiträge  zur  arab.  Sprachkunde.  Abhandlungen  der  k.  sächs.
Gesellscli.  d.  WW.  1863,  S.  113.  —  Caussin  de  Perceval,  Gramm,  arabe
vulg.  §.  5.  —  Eli  Smith  im  2.  Anhänge  in  Robinson’s  Palästina,  deutsche
Bearb  ,  3.  Bd.,  S.  849—851.  —  Wallin,  lieber  die  Sprache  der  Beduinen,
Zeitschr.  d.  DMG.  XII.  S.  669.
2  Fleischer  (a.  a.  O.)  hörte  einen  Beiruter  u^UJI  völlig  wie  ,kiill
en-nes‘  aussprechen.
3  Fleischer,  Beiträge  a.  a.  0.  —  De  Sacy,  Gramm.  Ar.  I.  II.  dd.  p.  40.
Michelantonio  Vassali,  Grammatica  della  lingua  maltese,  Malte  1827,  p.  3;
dpssen  .proverbi  maltesi 1  etc.
            
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