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Grünert.
sowohl als Kor’än-Intorpreten zum Zwecke der richtigen Kor’anin
ihren Schriften niedergelegt.
Lesung
Diese durch die weitere Entwickelung und Ausbildung
der Sprache immer bestimmter -werdende Feinheit der Aussprache
wild zunächst zum Kor’an-Lesezwecke ausgebeutet, dann
iks überhaupt und Thema der Grammatik.
Das Classisch-Arabische hat diesen terminus technicus
nur für die Neigung des gedehnten a zum i-Laute und die
Grammatiker führen nur sehr wenige Beispiele einer Imäla
des kurzen a-Lautes an.
Durch die Ausbreitung der arab. Sprache über fremde
Länder, durch die Mischung einzelner Stämme untereinander,
durch die Berührung mit fremden Idiomen wurde die Aussprache
des Arabischen, wie das bei jeder Sprache unter denselben
Vorbedingungen der Fall ist, immer differenzirter, der
Vocalismus immer mehr modificirt.
So erreicht diese Neigung des a-Lautes, die sich anfangs
nur auf den gedehnten Vocal bezog, auf verschiedenem Boden
nicht nur die äusserste Gränze (ä'~'i, Indien und die angränzenden
Länder auf der einen, westl. Afrika auf der andern
Seite), sondern wird auch bei dem kurzen a-Laut allgemein
So wird die Neigung des ä zu ä in einem Theile Syriens
angetroffen; 1 in Beirut wird dieses ä einfach zu langem, geschlossenem
e. 2
Im Maltesischen wird dieses ä als ein zwischen e und i
schwebender Laut, als ein dumpfes y gehört. 3
1 Fleischer, Beiträge zur arab. Sprachkunde. Abhandlungen der k. sächs.
Gesellscli. d. WW. 1863, S. 113. — Caussin de Perceval, Gramm, arabe
vulg. §. 5. — Eli Smith im 2. Anhänge in Robinson’s Palästina, deutsche
Bearb , 3. Bd., S. 849—851. — Wallin, lieber die Sprache der Beduinen,
Zeitschr. d. DMG. XII. S. 669.
2 Fleischer (a. a. O.) hörte einen Beiruter u^UJI völlig wie ,kiill
en-nes‘ aussprechen.
3 Fleischer, Beiträge a. a. 0. — De Sacy, Gramm. Ar. I. II. dd. p. 40.
Michelantonio Vassali, Grammatica della lingua maltese, Malte 1827, p. 3;
dpssen .proverbi maltesi 1 etc.