Abraham Ihn Esra’s Einleitung zu seinem Pontateucli-Commentar.
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Ionische — Onkelos — berücksichtigt wird. 1 Im Ganzen habe
der aramäische Vertent die Wahrheit geboten und manches
ohne ihn verborgen Gebliebene enthüllt; und auch da, wo er
dem Derasch huldigt/ habe er sicherlich auch vom Wortsinne
Kunde gehabt. 2 Daran anknüpfend nimmt Ihn Esra Gelegenheit,
noch einmal seinen Standpunkt dem Derasch gegenüber,
aber auch gegenüber den Leugnern der Tradition, den Karäern,
kurz zu kennzeichnen. Mit dieser wiederholten Hervorhebung
derjenigen exegetischen Richtungen, deren Kritik den grössten
Theil der Einleitung füllt, schliesst Ihn Esra die ganze Einleitung
ab.
Sehen wir nun noch, wie Ihn Esra seine eigene exegetische
Art mit positiven Merkmalen beschreibt: ,Der Weg, den
ich für meine Erklärung gewählt habe, ist derjenige, welchen
ich vor Gott als den richtigen erkannte. Gott allein fürchte
ich, sonst will ich in der Auslegung der Thora kein Ansehen
achten. 3 Die grammatische Form jedes Wortes werde ich mit
ernstem Bemühen wohl erforschen und es dann nach bestem
Wissen erklären. Dabei werde ich das Wort stets da erklären,
wo es zum ersten Male vorkommt; z. B. das Wort B’ö© im
ersten Verse und so den ganzen Sprachschatz/ Das sind gewiss
sehr dürftige Sätze zur Charakterisirung eines Werkes,
wie es der Commentar Ibn Esra’s ist. Aber es liegt in der
Natur der Sache, dass der Verfasser dieses Werkes nicht zugleich
der Darsteller seiner Vorzüge sein konnte. Ferner war
Ibn Esra nicht der Mann, der die Methode seiner Auslegung
in systematischer und wohlgeordneter Zusammenstellung seiner
Principien zu beschreiben vermochte oder die Lust hatte. Ihm
* Ibn Esra citirt Onkelos (B3nf1ön ajnnan) über dreissig Mal, meist
um ihm beizupflichten. Fraglich ist, warum er zu Exodus 4, 22 (zweite
Recension) bemerkt ©mn “|T13 (nt: ’») Btnnn “pHl. Zu Levitic.us
25, 55 citirt Ibn Esra das 'öb©in' Bljnn, zu Jesaia 19, 25 und 66, 11
das Prophetentargum.
2 In mro ns© llb spricht sich Ibn Esra über das Targum fast wörtlich
so aus, wie hier in der Einleitung. In Jesod Mora sagt er kürzer:
u©s -pn by ibt wx© '& by tjx b'jna atnnn dj (c. i.).
3 Die Unerschrockenheit Ibn Esra’s hebt auch der unbekannte Verfasser
des (unechten) Briefes von Maimüni an seinen Sohn hervor: DtHH 'B
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