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iliren. falschen Nimbus benehmen sollte. Auf die in der Moses-Chronik
erzählte Sage von der äthiopischen Königin, die Mose
geheirathet haben soll, anspielend, sagt er zu Exodus 2, 22:
,Ioh will dir einen Grundsatz sagen. Jedes Buch, welches nicht
von den Propheten oder Weisen nach Ueberlieferung geschrieben
ist, kann kein Vertrauen beanspruchen; wie erst wenn es
der richtigen Denkart widersprechende Dinge enthält. Solche
Bücher sind das Buch Zerübabel, 1 das Buch Eldad Haddäni
und ähnliche/ 2 Ebenso sagt er Exodus 1, 7 (zweite Recension),
was in der Moses-Chronik steht, sei nichtig, weder in der
Schrift, noch in der Ueberlieferung begründet.
Zum Schlüsse darf nicht unerwähnt bleiben, dass Ihn
Esra auch auf Schönheiten der Agada aufmerksam zu machen
pflegt. Zu Numeri 12, 1 sagt er: ,Wie schön sind die Worte
unserer Alten, welche von den Weisen, Aeltesten sagen: Heil
ihnen, aber wehe ihren Frauen!' — Zu Deuter. 15, 8: Der
Infinitiv mna vor dem Verbum finitum sei die gewöhnliche
Redeweise; ,aber auch die Art, wie der Midrasch ihn deutet,
1 Dennoch berücksichtigt Ihn Esi'a einmal auf eigenthümliche Weise eine
Behauptung dieses in der Mitte des 11. Jahrhunderts geschriebenen
Buches. In demselben heisst es nämlich, der kommende Messias führe
den Namen Menaehem ben Ammiel (s. Grätz, Geschichte, Bd. VI, S. 66).
Ibn Esra sagt nun zu Zecharia 3, 8, nachdem er selbst PIÖX als Bezeichnung
für Zerübabel erklärt und dann erwähnt hat, dass es viele
Erklärer auf den Messias deuten: X’-lBÜHd ttÖ3£ '3 ltH"T “pl TTOU ’3X Ö3
(= 138) bx'ay p xim arm Jedenfalls meint Ibn Esra diesen Derasch
nicht ernst, sondern gibt ihn in derselben delusorisehen Art, wie in der
Einleitung die verschiedenen Deutungen zu Genesis 1, 1—2, oder wie
zu Exodus 22, 16 (zweite Recension) die vorgeschlagene Deutung von
inöD = ,Ü03, wieviel? '1, 200‘, die zweihundert Züz des Ehepaktes,
und wie zu Koheleth 5, 1 einen satirischen VerbesserungsVorschlag zu
Kaliri’s Pijut. David Kimclii citirt die Deutung von nö3£ = DH3Ö als
ernst und ohne Quellenangabe: '3Ö1 1SB ÖH3Ö ITBSn ’3 13 WTI ”11X31
I-1Ö33 X’IBÖHS.
2 Ein Constantinopler Sammelbaud in der Bodlejana, bei Steinschneider
Catalog Nr. 3442, enthält neben H!»Ü bl£? D’ÖTl ’33T auch Bin "H^X.
ausserdem noch unter andern Buch Tobija, fltMJ rn'BÖ und jV"flX m’ISS,
— Das Buch Josippou hält Ibn Esra für zuverlässig. Er citirt es unter
dem Namen JTH13 J3 3533, zu Jesaia 2, 1 und Chaggai 2, 9 behufs
historischer Angaben aus der Zeit des zweiten Tempels, zu | 120, 5 zur
Erklärung des Volknamens pBD, zu 4 49, 5 zur Erklärung von HX (das
Licht der künftigen Welt).