Abraham Ibn Eara’s Einleitung zu seinem Pentati'uch-Commentar.
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Aeusserung Ihn Esra’s in der Einleitung zu Safä berüra 1 als
übertrieben abzuweisen ist. Auch äusserlicb zeigt sich bei
Raschi sein Ursprung aus der Schule der Darschänim, indem
er oft agadische Deutungen um ihrer selbst willen neben
einander vorführt.
So hatte denn Ibn Esra das Recht, der französischen Exegese
wegen ihrer gelungenen Bestrebungen zur Ermittelung
des wahren Schriftsinnes seine Anerkennung zu zollen, dennoch
aber gegen ihre kritiklose Hochachtung des Derasch die Spitze
seines Urtheiles zu richten. Denn trifft diese Spitze die Bibelcommentare
eines Raschbam, eines Joseph Kärä auch nicht
unmittelbar, so trugen sie doch durch ihre Haltung gegenüber
dem Midrasch indirect Schuld daran, dass dieser durch ihre
lichtvollen Arbeiten an Einfluss bei ihren Landsleuten nicht
einbüsste, dass diese Arbeiten nach verhältnissmässig kurzer
Zeit aus der Oeffentlichkeit verschwanden und aus der ganzen
Schule nur das Werk ihres Gründers, das nach seinem eigenen
vielcitirten Geständnisse so sehr verbesserungsfähig war, sich
in dauerndem Ansehen erhielt. Die ohne Kampf inaugurirte
Epoche der nordfranzösischen Exegese machte ohne Kampf
der erneuten und durch die aufsteigende Macht der kabbalistischen
Mystik noch vermehrten Herrschaft des Midrasch wieder
Platz.
Sehen wir nun näher zu, welchen Standpunkt Ibn Esra
dem agädischen Midrasch gegenüber einnimmt. Er hat denselben
in der Einleitung mit einigen Punkten gekennzeichnet.
Zunächst rügt er die fortwährende Wiederholung der alten
Midraschim durch die Neueren, nachdem dieselben ja in den
Schriften der Alten zur Genüge zugänglich sind. 2 Dann wendet
die traditionelle, aber bei völlig 1 unmotivirt, hat sich hier an die
Stelle des unbestimmten .HÖ3 gesetzt, und aus HÖ5 wurde
Ü’OÖ. Parchon, Schluss der grammatischen Einleitung zu seinem Wörterbuche,
coordinirt sogar die Dm flBTi: min.TW D'DQ D'^DÜ den tt’Sw
Dm nttms mimt» nn» m»J7. — Abajji’s Deutung eitirt Raschi am
Beginn der Einleitung zum Hohenliede.
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- Auch für Raschi war dieser Grund maasgehend, um die agadischen Deutungen
nicht ohne Noth in zu grosser Anzahl seinem Commcntar einzuverleiben
, was er freilich nicht immer festhielt. Genesis 3, 8 sagt er:
Sitzungsber. d. pkil.-Mst. CI. LXXXI. Bd. IIL. Hft. 28