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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Bacher.

philosophisch  gebildete  Bibelerklärer  können  wir  auch  als  die
Träger  der  Allegoristik  uns  denken,  gegen  welche  Ihn  Esra
in  dem  dritten  Wege  seiner  Einleitung  sich  wendet.  Einmal
zu  Exodus  26,  2,  bezeichnet  er  sie  auch  als  Unvernünftige,
welche  in  den  28  Ellen,  dem  Längenmasse  der-Teppiche  des
Stiftszeltes,  die  28  Stationen  des  Mondes  erblicken  wollen.
Im  Ganzen  hat  Ibn  Esra  nicht  oft  von  dem  Auskunftsmittel ­
  des  doppelten  Schriftsinnes  Gebrauch  gemacht.  Mit
eigentlicher  Exegese  unvereinbar  ist  es  da,  wo  er  z.  B.  seine
Zahlensymbolik  in  die  Bibel  hineinträgt,  während  anderwärts
auch  die  nüchternste  Bibelerklärung  solch’  einen  doppelten

dem  E.  Jesclma.  ln  der  Einleitung-  zu  Hiob  bringt  er  von  ihnen  die
Eintheilung  der  göttlichen  Züchtigungen  in  drei  Classen,  zu  Gen.  22,  1,
und  in  der  zweiten  Reeension  auch  zu  Exodus  2,  2G,  die  Eintheilung
des  göttlichen  Wissens  in  ein  Wissen  vom  Kommenden,  Möglichen,  und
ein  Wissen  um  das  Gegenwärtige,  Wirkliche.  Zu  Num.  20,  8  bemerken
sie,  dass  nicht  Ungehorsam  Mose’s  Vergehen  gewesen  sein  könne,  denn
wie  könnte  man  ihm  sonst  als  Gottesgesandten  glauben.  Zu  tj<  102,  27
sprechen  sie  die  von  Ibn  Esra  bekämpfte  Ansicht  aus,  dass  der  Himmel
und  seine  Gesetze  aufhören  werden  und  Gott  einen  neuen  Himmel  und
eine  neue  Erde  schaffen  wird.  Hem  gegenüber  citirt  er  die  Meinung  des
Grammatikers  Juda  ben  Chajjüg,  dass  die  Gattungen  ewig,  nur  die
Individuen  vergänglich  sind.  Hieselbe  Meinung  sprechen,  zu  f  104,  30,
die  n'lilinn  ’üsn  ,die  Weisen  der  wirklichen  Einsicht“  aus,  und  zwar  ent
gegen  der  orthodoxeren  Meinung  der  “IpHÜH  '!MN,  dass  jeder  Lebende
nach  dem  Tode  auferstehen  wird,  Dip’  lfTlb  “IHK  'H  ba.  Im  Excurs  zu
Exodus  3,  15  citirt  Ibn  Esra  die  Ansicht  von  der  Vergänglichkeit  der
Individuen  nebst  einem  schönen  Gleichuiss  im  Namen  der  ab  ’öafi.  Unter
rpttnnn  "pi  versteht  Ibn  Esra  die  Lelire  vom  Wesen  der  Dinge,  also
Metaphysik.  S.  Kroch  mal,  More  Neb.  Hazeman,  1851,  S.  263.  Vgl.
auch  Jesöd  Mora,  c.  XII:  )t0p  ablT  D1S.1  rPtPinn  'Ö3n  lX“lp  p  bi?.  —
Von  den  endlich  wird  noch  eine  an  orthodox-mnslimische
Anschauung  von  der  Ewigkeit  des  Korans  erinnernde  Anschauung  gebracht:
anb  t,t  xbi  nwn  anb  ptti  niaan  aoai  mmn  Tön  tnia  -pan'  awn  ’a
P]1D  (Gen.  1,  1  in  der  ersten  Reeension,  Ozar  Nechmad  II,  210).  Diese
Zusammenstellung  diene  auch  als  Ergänzung  zu  der  Bemerkung  Steinsclineider’s
  im  Artikel  ,Jüdische  Literatur 1 ,  S.  397,  Amn.  3.  —  Isak
aus  Akko  kennt  die  Bezeichnung  “Ipnbn  '!£>3k‘  als  festen  Terminus  für
die  112133  B'SsabsnaH,  die  Gegner  der  Kabbala.  S.  Jellinek,  Nachmani’s
  Dissertation,  S.  37.  Ebendaselbst  sagt  Isak,  die  "IpflÖH  'n  wären
identisch  mit  den  'H,  wie  denn  auch  ein  kabbalistischer  Autor
(Kerem  Chemed  VIII,  105)  die  |Wl  ■’bjD  den  nbapH  'bi?3  entgegensetzt. ­

            
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