Abraham Ihn Eflra’s Einleitung zu seinem Pentateuch-Commentar.
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er timt dies mit Recht, denn was den vierten betrifft, so hatte
er über die Ausgleichung des Schrifttextes mit der Tradition
die schon erörterten, von denen Saadja’s 1 abweichenden Ansichten,
während im dritten Falle nicht immer durch Umdeutung
die Schwierigkeit gehoben wird und andere exegetische
Mittel anzuwenden sind.
Ihn Esra’s Regel lautet: ,Wenn die Vernunft einen Ausdruck
nicht duldet, oder dieser hebt eine sinnliche Erfahrung
auf, 2 dann muss man seinen verborgenen Sinn aufsuchen, denn
die vernunftgemässe Erwägung, das ist die Grundlage (der
Exegese), 3 da die Lehre nicht für Solche gegeben ist, die von
der Vernunfterkenntniss keinen Gebrauch machen, vielmehr
der vermittelnde Engel zwischen dem Menschen und seinem
Gotte seine Vernunft ist. Alles aber, was von der Vernunft
nicht geleugnet wird, müssen wir nach dem einfachen Wortsinne
erklären und in sich beruhen lassen, indem wir das
deutlich Ausgesagte als den wahren Sinn anerkennen; nicht
aber dürfen wir wie Blinde umhertasten und die Ausdrücke,
wie wir es gerade brauchen, ziehen und dehnen, denn was
frommt es, aus Klarem Verhülltes zu machen! Freilich gibt es
Fälle, wo beide, der klare und der verhüllte Sinn, verbunden
1 Am bezeichnendsten für Saadja ist in dieser Hinsicht, was er in der
Einleitung zur Pentateuch-Uebersetzung, von der Pococke in der
Walton’schen Polyglotte, Bd. VI, Abth. 8, ein Bruchstück veröffentlicht
hat, sagt: ,Der Leser dieser Uebersetzung möge erwägen, was ich
mit einem zugesetzten oder weggelassenen Worte zu verstehen gegeben
liabe. Thut er dies, so erhält er über viele Fragen Aufklärung, sowie
er damit eine Grundlage für die Gesetzeswissenschaft, ich meine Mischna
und Talmud, sowie für andere, von den Propheten Gottes überkommene
Traditionen erlangt/ Ein Beispiel, wie Saadja diese Art von Exegese
übt, hat Ihn Esra zu Exodus 30, 16 f. (in der zweiten Recension) erhalten.
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ist Für das anders als II, Samuel 22, 27 zu verstellende ‘"DD'’ lesen
manche Ausgaben und auch Motot: ta DPP. Das gäbe auch einen guten
Sinn: ,Der Ausdruck hebt das von den Sinnen — zu einer Wahrnehmung
— Verknüpfte auf/ re bnt Ihn Esra auch in der kleinen
philosophischen Abhandlung ronj? (Kerem Chemed, Bd. II, S. 2).
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3 S. oben, S. 382 und S. 395, Anm. 4.
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