Abraham Ihn Esra’s Einleitung zu seinem Pentateuch-Commentar.
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lieh machen. Er wollte eben, dass seine Uebersetzung- — und
sein Commentar — nichts in dem heiligen Texte undeutlich
lasse.
Noch einen ähnlichen Vorwurf richtet Ibn Esra gegen
Saadja in Bezug auf Deutung- der Eigennamen. Zu nbi'i mp,
Gen. 4, 19, sagt er: ,Kehre dich nicht an die Worte des Gaön
in Bezug auf Eigennamen; denn würden wir auch die ganze
heilige Sprache kennen, — also auch die Stammbedeutung der
Nomina propria — so könnten wir doch von den Begebenheiten
nichts wissen (d. h. von dem geschichtlichen Grunde
der zu deutenden Namen).' Hierin nun war offenbar Saadja’s
Vorbild die Agada, gegen welche denn auch Ibn Esra, wenn
auch nicht direct, dieselbe Rüge richtet. Zu Exodus 6, 25
lesen wir nämlich bei ihm: ,Putiel war ein Israelit (also nicht
identisch mit Jethro); warum es so hiess, wissen wir nicht,
sowie wir auch den Grund des Namens bwtt nicht kennen
und den von vielen anderen Namen, wie z. B. Aharon. Stände
die Geschichte Mose’s nicht in der heiligen Schrift selbst, so
wüssten wir auch von ihm nicht, warum er so genannt wurde.'
Und zu Genesis 10, 8 sagt er: ,Suche keinen Grund für Namen,
wenn derselbe nicht in der Schrift angegeben ist.' 1
habe miS nicht mit dem arabischen ’m wiedergegeben, weil dieses auf
das Netzestellen nicht angewendet wird. Zu njiPT (4 ’20, 4) meint er,
das Wort, als von Asche, stammend, hätte eigentlich mit SmOT
übersetzt werden sollen. Aber das ginge im Arabischen nicht; darum
gibt er Nnpm' 1 (verbrennen = einäschern). Zu 4 22, 1 macht er darauf
aufmerksam, "UTi-T! bedeute eigentlich ,Macht der Morgenröthe 1 —
von b'N"; aber so könne man arabisch nicht sagen, er übersetze daher
UsbK pbt2Ü, ,Aufgang der Morgenröthe 1 (Beiträge, I, 23, 24). Wir sehen,
wie Saadja um der Correctheit willen seine ungemein starke Vorliebe,
für den hebräischen Ausdruck möglichst etymologisch und auch lautlich
deckende arabische Wörter zu geben, geopfert. — Diese Vorliebe führte
ihn, um ein weniger bekanntes Beispiel anzuführen, dazu, DniTHl, Prov.
1, 0, mit nniTHNnX, ,ihre Geschichten, Traditionen 1 zu übersetzen, was
nur dem Lautklange nach zum Textworte stimmt; ebenso 4 49, 5 VlTn
mit 'rnn (bei Haneberg). Im Uebrigen s. über diesen Punkt Munk,
Notice sur Saadia S. 56 f. Geiger, Wiss. Zeitschrift S. 290.
Ebenso macht er sich, zu Esther 9, 8, über ,spanische Gelehrte 1 lustig,
welche sich freuten, für die — persischen — Namen KIVVHB und NmiS
Bedeutungen gefunden zu haben.