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Bacher.
enthüllt. Jedenfalls hat er sich bei manchen geirrt, wie ich es
an seinem Orte .zeigen werde. Darum dürfen wir uns auf seine
Träume nicht stützen. Möglich ist es — so schliesst Ibn Esra
seinen Ausfall — Saadja habe das Alles zu Gottes Ehre gethan,
indem er die Bibel in Sprache und Schrift der Araber übersetzte
und diese nicht zu der Behauptung veranlassen wollte,
es gäbe Gebote der heiligen Schrift, die wir nicht verstehen/
Nach dem Obigen können wir indessen auch ohne Ibn Esra’s
Vermuthung 1 uns Saadja’s Streben, Alles zu erklären, begreif-1
Uebrigens mag es richtig sein, dass Saadja bei seiner Ueber’setzung auch
muhanimedanisehe Leser im Auge hatte. Schon sein Lehrer Abu Kethir
hatte mit muhammedanischen Gelehrten Unterredungen (s. Grlitz, Geschichte,
V, 282), und dass Saadja’s Schriften, auch die exegetischen, in
muhammedanischen Gelehrtenkreisen bekannt waren, bezeugt die Stelle
im Fihrist-ul'ulüm. Dass über dreihundert Jahre später Abulfedä keine
arabische Uebersetzung der Bibel kannte, was Pococke (Walton’sche
Polyglotte, VI. Band, achter Abschnitt) als Argument gegen Ibn Esra
vorführt, beweist nichts, da der lange Zeitraum genügte, um die arabisch
geschriebenen Exemplare aus dem Verkehre zu bringen. — Vieles weist
darauf hin, dass Saadja auf den Islam Rücksicht nahm. Es ist kein Zufall,
dass die nach targumistischer Weise affirmativ übersetzte Frage '8
,_ l nibx, <1 18, 32, arabisch bei Saadja dem Glaubensbekenntniss
der Muslimen gleich lautet: nbbtf xbx nitbN xb (Ewald, Beiträge,
I, 22). Doch wollte Saadja damit gewiss nicht, wie Ewald meint, zeigen,
,dass schon das Alte Testament so weit sei 1 , denn das war überflüssig.
Vielmehr wählte er gerne Ausdrücke, die den Muhammedanern geläufig
sind. So übersetzt er 99, 6 WrO mit flnö’X, um die Imäme in’s Gedächtniss
zu rufen; im Scholion zu iji 72 König mit HS’bb, Chalif (angeführt
hei Haneberg) 2, 2 Ü’Jl’H mit Kill, Veziere. f3"l 28, 2
ist ihm die heilige Ecke der muslimischen Bethäuser, das 3Sinö. Sogar
die heilige Schrift nennt er mit demselben Namen, wie die Muhammedaner
die ihrige, indem er von einem Hapax legomenon sagt: b2“ir 07
XJflNn ’bx jNIpbx ’S, es komme sonst in der Schrift (|St“lp = hebr. S1p8)
nicht vor (Ewald, Beiträge, I, 70). Moses erhält von Saadja den Titel,
welcher die stehende Bezeichnung Muhammed’s ist, nämlich n’bj? blDlbh
DNbDbx (Steinschneider, Catal. Bodl. S. 2166). Dass Saadja, und
nach seinem Vorgänge aucli andere Exegeten der Gaonenzeit, wie E. Hai
im Osten, Jehüda ibn Koreisch im Westen, den Koran für ihre Bibelerklärung
benutzten, ist bekannt. Von ersterem berichtet Ibn Esra, zu
Hiob 21, 32, er habe das schwere Wort BP13 als eine Bezeichnung des
Grabgewölbes — rDp —, wie solches in arabischen Ländern Sitte ist,
erklärt. — Auch auf die Correctheit seines arabischen Ausdruckes war
Saadja sehr bedacht. Im Proverbien-Commentar bemerkt er zu 1, 17, er