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in der ersten Recension, während er zu Gen. 20, 4 davor
warnt, ,auf den Träumer zu hören, der das eine Wort für das
andere setzen will/ Dieser Träumer ist kein Anderer als Jona
Ihn Ganäch, 1 welcher diesen Worttausch zu einer exegetischen,
mit Vorliebe auf zahlreiche Stellen angewandten Regel ausgebildet
hatte. Er fonnulirt dieselbe am Beginn des betreffenden
Abschnittes seines grammatischen Hauptwerkes, 2 wie folgt:
,Oft gebraucht der Schriftsteller ein Wort, während er ein
anderes im Sinne hat, was man damit rechtfertigen kann, dass
beide Wörter irgend etwas gemeinsam haben, sei es die Art
oder die Gattung, oder eine Qualität oder dergleichen/ 3 Diese
Theorie nun erregte, als der Würde der heiligen Schrift nahetretend,
den besondern Zorn Ibn Esra’s. Schon in Sefer
Zachüt 1 widmet er ihr einen besondern Abschnitt und sagt:
Jlüte dich, den Worten jenes Grammatikers zu glauben,
welcher in seinem Buche mehr als hundert Wörter erwähnte,
für welche man nach seiner Behauptung andere setzen muss.
Dergleichen darf man von keinem gewöhnlichen literarischen
Werke behaupten, geschweige denn von den Worten des
lebendigen Gottes/ Auch im Schriftchen Säfä berürä 5 schleudert
er gegen das Sefer Harikma das Verbrennungsurtheil,
weil Ibn Ganäch in Jeremias 33, 26 TH als Verschreibung für
1 Dieser ist auch einer der von lim Esra am häufigsten citirten Autoren.
Merkwürdig ist, dass er ihn im Commentar zu den kleinen Propheten
und in der ersten Recension zu Exodus consequent R. Marinus — Merwän
— nennt, sonst aber fast durchaus R. Jöna. (In Bezug auf Exodus
ist dies schon bemerkt von Geiger in Molo Clioplmaim, Breslau 1840,
S. 83.) Diese beiden Commentare hat Ibn Esra aucli im selben Jahre
— 1157 — zu Rhodez vollendet, wie neuerdings Iial her stamm in der
Vorrede zu seiner Ausgabe des Sefer Haibbür (Lyk 1874) S. 13, 15 ausgeführt
hat. Ueber eine andere bedeutsame Analogie beider Commentare
s. unten S. 409, Anm. 2. Auch in dem im nächstfolgenden Jahre entstandenen
Büchlein Jesöd Mora gebraucht Ihn Esra nur den Namen
Marinus für Ibn Ganäch; s. c. I zu Anfang und c. II zu Anfang.
2 nöp“H HÖD cd. Goldberg-Kirchheim S. 177—194.
3 Das heisst, durch irgend eine Art der Ideenassociation ist dem Schriftsteller
statt des einen Wortes das andere in die Feder gerathen.
4 Gegen Ende. ed. Lippmann, S. 72.
5 ed. Di pp mann, S. 90.