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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Bacher.

ganze  Richtung  in  der  Bibelerklärung  zu  kennzeichnen.  Erst
wenn  wir  dieses  äussere  Moment  als  aus  dem  innern  Wesen
der  Richtung  entspringend  erkannt  haben,  verstehen  wir,  wieso
es  Ibn  Esra  als  genügend  fand,  um  damit  die  gaonäische  Exegetenschule
  zu  charakterisiren.  Diese  Erkenntniss  aber  ergibt
sich  durch  folgende  Erwägung.

sicher:  bxnöxbK  3KPI3  bedeutet  klar  genug  D'bffiün  1SD  oder  '*WÖ  'D,
und  aus  zehn  riN^Npft  (=  hebr.  1THIDNÖ)  besteht  nur  Ein  Werk  Saadja’s,
das  Sefer  Emündth.  Zwei  so  sichere  Thatsachen  berechtigen  schon  zu
einer  Conjectur,  welche  die  sonst  unübersteigbare  Schwierigkeit  am
leichtesten  entfernt.  Die  eingeklammerten  Worte  sind  nur  durch  Versehen ­
  hieher  gerathen,  und  zwar  gehören  sie  zu  Nr.  2,  wenn  DXrO
das  D131fcN  TBD  bedeutet.  Nach  nxbxpD  steht  nun  im  Fihrist
m*n  DKsriK  mcan  san::,  was  Gr  ätz  (1.  1.  S.  531,  Anm.)  mit  Einschiebung ­
  von  vor  TIN“!  gut  als  Commentar  der  Weisheitssprüche  des
Sohnes  Davids  erklärt.  Schiebt  man  nun  noch  ein  im  vor  —  womit  man
auch  eine  Erklärung  für  die  Versetzung  des  mit  im  beginnenden  Passus
nXPXpÜ  TCT  im  hat  —  so  lautet  der  vollständige  Doppeltitel  für  den
Commentar  zu  den  Proverbien:  DX3HX  "l'DSn  2X03  Hl  bxflÖH 1 ?«  2X113
Hin  ps\
6.  HK"!  1121  1'BSn  im  ro:bx  TDSn  2X713,  d.  i.  Buch  der  Erklärung
  der  Seltenheiten  (seltenen,  kostbaren  Sprüche  =  T1N13),  das  ist
Commentar  zu  den  Psalmen  Davids.
7.  Der  oben,  S.  378,  Anm.  2,  besprochene  Commentar  zur  zweiten
Hälfte  von  Leviticus.
8.  nr»N  SNniD  mDön  Höchst  wahrscheinlich  ist  dieser  Titel
so  zu  ergänzen:  31'«  3XH3  1'DSn  im  b’Uinbx  2X712,  Buch  der  Rechtfertigung
  oder  Erklärung  des  Buches  Hiob.  S.  Munk,  Notice  sur
Saadia,  S.  7.
9.  TlXlbüt^X  TlÜXpX  2X712.  Nach  Grütz  (S.  537)  liturgische
  Agende,  identisch  mit  dem  ITHJJD  '“1  T11D;  s.  Steinschneider,
Catal.  Bodl.  S.  2203  f.
10.  -pxnb«  im  nnubx  2x712.  s.  Grätz  1.  1.
Der  bei  Saadja  walirgenommenen  Sitte,  biblische  Commentare  mit
Doppeltiteln  zu  versehen,  von  denen  der  erste  den  Inhalt  des  Werkes
symbolisch  oder  rhetorisch  ausdrückt,  der  andere  mit  eigentlichen  Worten, ­
  huldigte  auch  Ibn  Esra,  der  seinen  Pentateuch-Commentar  so  citirt:
mim  trvva  «mir  *lW'n  *1SD.  S.  Sefer  Haibbür  S.  91  und  Halberstamm’s
  Bemerkungen  dazu.  In  pedantischer  Weise  sieht  der  alte
Karäer  Nissi  ben  Noacli  in  dem  Doppeltitol  eines  Buches  eine  Analogie
zu  der  nach  Nomen  und  Cognomen  (Ism  und  Kunje)  sich  unterscheidenden ­
  Benennung  eines  Menschen.  Er  sagte  in  der  Einleitung  zur
Schrift  über  den  Dekalog:  1BD  '1331  ,D'b’3!3>ön  Jfl'D  BB®  l'“D  37133  'BOI
71121071  "11X2  obB  (Pinsker,  Likkute  Kadmonijöt,  Text  S.  40).
            
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