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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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H  einz  el.

1)  -u  —  -o 1 ;
2)  -/  e 2 ;
3)  -a  —  -e 1 ;  -o  und  -o 1  —  -e 3 .
-E  bleibt  bis  auf  ganz  vereinzelte  Fälle.
Anders  im  Inlaut.  In  jenen  Fällen,  in  denen  a  zu  i  gefärbt
wird,  übertrifft  a  die  alten  i  mit  gleicher  oder  ähnlicher  Consonanz
  an  Schnelligkeit  der  Bewegung.  Es  musste  bei  t' 1  angelangt
  sein,  bevor  noch  die  alten  i  sich  auf  den  Weg  zu  e 2
machten.  —  -E'r  aus  -ar  kann  nicht  zu  -ir  werden,  während
altes  ir  bereits  auf  -eh-  zu  sinken  beginnt:  eine  gleichzeitige
Bewegung  e'r  —  iW  und  ir  —  e 2 r  ist  unglaublich.  Aber  nicht
nur  in  der  Silbe  mit  entsprechender  Consonanz,  i  ist  im  Inlaut
überhaupt  besser  erhalten  als  inlautendes  a.  Fast  alle  inlautenden ­
  i  sind  in  unserem  Denkmal  noch  vorhanden,  wenn  auch
nicht  unerschüttert.  Die  grosse  Mehrzahl  der  Bewegungen
alter  i  zu  e  wird  man  somit  nach  dem  Lautwandel  ansetzen
müssen,  der  u  zu  e  trieb.  Ebenso  musste  altes  -es  erst  zu  -is
geworden  sein,  bevor  -is,  -ist  auf  e 2  herab  sank.  —  Auch
die  Bewegung  des  -o't,  für  -nt  war  langsamer,  als  die  der  -at
und  -ot,  zu  -et,  -it.  -Ut  oder  -o't,  war  noch  fest  geblieben  als
-at,  -ot  bereits  bei  e 1  und  e 3  standen.  Ein  schon  vorhandenes
-eH  aus  -ut  hätte  sich  der  Richtung,  welche  die  -et  aus  -at,  -nt
auf  -i't  nehmen,  nicht  entzogen.  S.  zu  -ut  I.
Erwägt  man  nun,  dass  e  in  -im,  -in  letzter  Silbe  schon  in
den  Denkmälern  des  9.  Jhs.  sich  zu  zeigen  beginnt,  —  s.  zu
-im  I,  in  I,  während  -in  in  vorletzter  noch  in  unserem  Denkmal ­
  i  zeigt.  —  Dass  -obi  für  -um,  -un  ebenfalls  uralt  ist,  s.  zu
u  in  Uebersicht  zu  I,  II,  —  dass  die  a  der  Inlaute  eher  zu  e,  i
gefärbt  werden  als  die  alten  e  zu  i,  —  s.  zu  B.  Sievers  Tatian
p.  35.  44,  Kelle  Otfried  2,  438.  439,  und  vgl.  -era,  -eru,  ■ero
mit  dem  Verhalten  von  -ar,  s.  Sievers  Tatian  38  ff.,  —  s0
ergiebt  sich  für  die  Inlaute  folgende  Tabelle  mit  einiger  Wahrscheinlichkeit. ­

Die  in  unserem  Denkmal  nur  durch  je  ein  Beispiel  vertretenen ­
  Fälle  sind  eckig  eingeklammcrt,  jene,  bei  welchen  Form-Übertragung
  den  Lautwandel  hervorgerufen  haben  kann,  mit
einem  Fragezeichen  versehen.
            
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