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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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H  e  i  n  z  e  1.

Das  Adv.  ddiuuun  vergleicht  sich  dem  unreliti  in  -o  I,  auch
sonst  scheinen  die  Adv.  auf  -o  mehr  -e  zu  bieten  als  die  Verba,
Nomina,  Pronomina;  s.  zu  -a  I  die  Bemerkung  über  Partikeln
am  Schlüsse.
Hier  vielleicht  ein  paar  n-,  die  man  sonst  nirgends  anzunehmen ­
  braucht.
Zu  -ot.  Das  einzige  liinteri.t  kann  den  Vocalstand  nicht
ausdrücken,  nur  beweisen,  dass-ot,  vielleicht  nur  zum  Theil,  bis
zu  i  gedrungen.  Da  altes  -it  sich  auf  dem  Wege  zu  -et  befindet,
müssten  wir  hier  auch  -eH  neben  -Pt  annehmen.  Man  könnte
an  gelegentliche  vocalisehe  Assimilation  denken,  aber  in  der
Hs.  der  alemannischen  Physiologen  Dm. 2  LXXXII  auch  sundrit
uesterit  Gff,  6,  259,  derit  5,  65.
Zu  -ost.  Nur  ein  Beispiel,  dienist,  neben  welchem  wohl  eanzusctzen
  sind,  da  altes  -ist  in  seiner  vocalischen  Qualität
bereits  erschüttert  ist,  s.  zu  -ist  1.  Vocalisehe  Assimilation  wäre
hier  möglich,  aber  auch  emust  Gif.  1,  429,  angust  Gff.  1,  342
zeigen  i.  —  Die  dentale  Spirans  erweist  sich  wieder  als  Magnet
für  i]  s.  zu  -az  II.
Zn  U.
U  ist  beinahe  ganz  verschwunden.  Es  erscheint  nur  nach
i  im  Auslaut,  und  sonst  einmal  in  -un.  0,  das  dafür  eingetreten,
verhält  sich  ganz  wie  altes  o,  und  ist  im  Auslaut  wie  dieses
besser  bewahrt  als  im  Inlaut,  wo  es  vor  -nd  -t  gar  nicht  vorkommt; ­
  auch  in  -um,  -un  sind  weniger  o  als  im  Auslaut.  Durch
i  ist  der  Laut  nur  ein  paarmal  vertreten  in  -um,  -nt.
Zu  -u.  U  zeigt  sich  nur  im  Diphthong  in,  hier  aber  constant.
  Acc.  Plur.  von  ez  2  mal  sia  neben  3  siu,  Acc.  Plur.
von  daz  ein  din  neben  4  diu  wird  Formübertragung  sein.  Dass
nur  im  Acc.  vielleicht  kein  Zufall.  Aber  s.  III.  Der  Nom.  ist
si  dreimal  und  diu  dreimal.  Auch  die  Inst,  diu,  uuiu  sind  unerschüttert. ­

Wie  in  -o  scheint  hier  die  Formübertragung  auf  -i  z |1
fehlen,  welche  I  in  -o  und  -u  bietet.  Sie  ist  durch  -e  repräsentiert, ­
  das  in  II  das  alte  i  häufiger  vertritt,  als  in  I;  s.  zu  -o.
Die  6  e  neben  9  o  in  1.  Sing.  Praes.  Ind.  derya-St.  mögen  z.  1h.
aus  jenem  i  stammen,  das  zu  -u  I  besprochen  wurde.  D as
            
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