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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Wortschatz  und  Sprach  formen  der  Wiener  Notlcer-Handschrift.

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mina  scheinen  die  Färbung  deutlicher  auszudrücken  als  Nomina
und  Verba.
Wie  in  1  ist  nur  in  za,  ga-,  dann  vielleicht  in  form,  fora
e 2  anzunehmen,  sonst  herrscht  a  und  e 1 ,  während  die  consonantischen
  Fälle  mit  Ausnahme  der  oben  angeführten  Wörter
nur  e,  i  bieten.
Zu  -am.  Die  zwei  ausschliesslich  erscheinenden  -em  in
podem  brauchen  nicht  alt  zu  sein,  weil  -im  schon  früh  Neigung
zu  -em  verräth.  Da  die  Ableitung  in  den  Inlaut  treten  kann,
ist  der  Fall  vielleicht  zu  betrachten  wie  -an  1),  s.  S'.  244.  Auch
zeigen  die  Ableitungen  auf  -am  in  der  That  öfters  i,  so  bodam
Gff.  3,  86,  buosam  3,  218,  eidam  1,  156,  uuidamo  1,  777,  besa.mo
3,  217,  Taradam  4,  596.  —  -Emu  selbst  ist  nicht  fest  genug,
um  die  Färbung  ganz  zu  verhüten  ;  s.  zu  -em  I.
Zu  -an.  S.  die  allgemeine  Erörterung  zu  -an  I.  -En  überwiegt ­
  bei  weitem.  A  in  gineman  und  samane  war  oben
erwähnt  worden.  Der  Inf.  leidizon  ist  Formübertragung  oder
erhaltene  Nebenform.  —  1  hat  einen  etwas  weiteren  Spielraum
als  in  I.  Wie  dort  erscheint  es  im  Part.  Praet.  st.  Verba  und
in  Nominalableitungen.  Aber  auch  einmal  im  Inf.  der  ja  St.
ßrchnusin,  das  vielleicht  echt  ist,  s.  zu  -an  I.  Dann  könnte
ein  und  das  andere  -en  des  Inf.  der  ja-St.  als  Färbung  eines
alten  -in  aufgefasst  werden.
1)  Sehen  wir  von  diesem  Falle  ab,  so  erscheint  i  nur  in
vorletzter  Silbe  im  Part.  Praet.  st.  Verba  uuortine,  irslaginon,
im  Adv.  ferrino,  in  den  Nominalableitungen  seginis,  segine,
tougine,  bizeichinit,  biceichinet,  in  letzter  Silbe  nur  -en.  Vocalische
  Assimilation  könnte  nur  in  den  letzten  zwei  Fällen  mitspielen, ­
  und  die  Quantität  der  Wurzelsilbe  ist  ohne  Belang.
Eerrendn  wird  wegen  ferrino  wohl  auch  e 2  bieten.
2)  Im  Inf.  st.  Verba  und  der  ja-St.  e  bis  auf  firclinnsin,
ebenso  im  Acc.  Sing,  von  truhtm,  im  Acc.  Sing.  Masc.  des
st.  Adj.  und  des  Pron.,  dann  in  gagen,  ingagerne  und  tifen,
wofür  Gff.  1,  170  üfin  nur  aus  Notker  belegt;  s.  Weinhold,
Alem.  Gramm.  §.  324,  Bair.  Gramm.  §.  256.  Also  festes  e  in  den
Fällen  letzter  Silbe,  bis  auf  ingagene,  das  wegen  des  fehlenden ­
  Umlautes  hieher  zu  zählen  ist,  das  aber  sein  -en  selbst
dem  Umlaut  verdanken  mag,  s.  zu  -and  I  und  über  die  flect.irten
            
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