Wortschatz und Spracliformen der Wiener Notker-Handschrift.
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Zu -Uh. 1 überwiegt — 9 Beispiele, — aber e ist doch
vorhanden in den Form Wörtern uuelleche, uuelehe, also wohl
durch Assimilation bewirkt oder unterstützt. -— -III im Acc.
Plur. von ih und du erhalten sich dagegen in 13 Beispielen
unerschüttert. Dort konnte eben keine Assimilation wirken.
Wenn wir demnach davon absehen, stehen sich -ih und -Uh
gleich, woraus aber kein Rückschluss auf die Quantität der i
in -Uh gezogen werden darf. Gerade im Bairischen hat sich
die Länge bis zur Diphthongirung bewahrt.
Mit Ausnahme von -ig, -ist, -Uli ist die Länge oder eigentümliche
Natur des i bewiesen.
Zu Ö.
Der Auslaut ist beinahe unerschüttert. Alle consonantisehen
Fälle bringen neben meist beträchtlich überwiegendem 6
auch einige e. I allein in -ost.
Zu -6. -0 erhält sich. In dem Formwort nals ist es vielleicht
abgeworfen; s. ncdso bei Notker im ersten Verzeichnisse
des Wortschatzes. Doch kann es auch von nalles
stammen.
Zu -dm. Im Verbum, 6-St. 1. Sing. Praes. Ind. ist -du
bewahrt, im Nomen — Dat. Plur. der ä-, ja- und cm-St. —
tlieilt es sich mit e ziemlich gleichmässig in die Herrschaft.
Da ist wohl Formübertragung aus der a-Declination im Spiele.
Un im Dat. Plur. der cm-St. scheint der Majorität von
im - Endungen angeglichen, die sich ja zum Theil gut erhalten,
S. zu -un. — In -on {-um) überwiegt die Färbung e.
Zu -on. 0 ist auffallend besser bewahrt als in -dm, es
zeigt, wo e daneben erscheint, entschiedene Majorität, besonders
im Verbum. Etwas mehr e im Gen. Plur. auf -on für
-öno, der nach der Analogie des Dativs gebildet ist; s. zu -o
und -dm. — In -on (-un) herrscht e vor.
Zu -ond. Das Ueberwiegen von e (2) über o (1) ist
wohl nur scheinbar. Wenn man selbst die kleinen Zahlen als
charakteristisch gelten lässt, kann doch Formübertragung aus
den a-, ja- und e-St. wirksam sein.
Zu -ont. 0 überwiegt.