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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Wortschatz  und  Spracliformen  der  Wiener  Notker-Handschrift.

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Zu  -Uh.  1  überwiegt  —  9  Beispiele,  —  aber  e  ist  doch
vorhanden  in  den  Form  Wörtern  uuelleche,  uuelehe,  also  wohl
durch  Assimilation  bewirkt  oder  unterstützt.  -—  -III  im  Acc.
Plur.  von  ih  und  du  erhalten  sich  dagegen  in  13  Beispielen
unerschüttert.  Dort  konnte  eben  keine  Assimilation  wirken.
Wenn  wir  demnach  davon  absehen,  stehen  sich  -ih  und  -Uh
gleich,  woraus  aber  kein  Rückschluss  auf  die  Quantität  der  i
in  -Uh  gezogen  werden  darf.  Gerade  im  Bairischen  hat  sich
die  Länge  bis  zur  Diphthongirung  bewahrt.
Mit  Ausnahme  von  -ig,  -ist,  -Uli  ist  die  Länge  oder  eigentümliche ­
  Natur  des  i  bewiesen.
Zu  Ö.
Der  Auslaut  ist  beinahe  unerschüttert.  Alle  consonantisehen
  Fälle  bringen  neben  meist  beträchtlich  überwiegendem  6
auch  einige  e.  I  allein  in  -ost.
Zu  -6.  -0  erhält  sich.  In  dem  Formwort  nals  ist  es  vielleicht ­
  abgeworfen;  s.  ncdso  bei  Notker  im  ersten  Verzeichnisse ­
  des  Wortschatzes.  Doch  kann  es  auch  von  nalles
stammen.
Zu  -dm.  Im  Verbum,  6-St.  1.  Sing.  Praes.  Ind.  ist  -du
bewahrt,  im  Nomen  —  Dat.  Plur.  der  ä-,  ja-  und  cm-St.  —
tlieilt  es  sich  mit  e  ziemlich  gleichmässig  in  die  Herrschaft.
Da  ist  wohl  Formübertragung  aus  der  a-Declination  im  Spiele.
Un  im  Dat.  Plur.  der  cm-St.  scheint  der  Majorität  von
im  -  Endungen  angeglichen,  die  sich  ja  zum  Theil  gut  erhalten,
S.  zu  -un.  —  In  -on  {-um)  überwiegt  die  Färbung  e.
Zu  -on.  0  ist  auffallend  besser  bewahrt  als  in  -dm,  es
zeigt,  wo  e  daneben  erscheint,  entschiedene  Majorität,  besonders ­
  im  Verbum.  Etwas  mehr  e  im  Gen.  Plur.  auf  -on  für
-öno,  der  nach  der  Analogie  des  Dativs  gebildet  ist;  s.  zu  -o
und  -dm.  —  In  -on  (-un)  herrscht  e  vor.
Zu  -ond.  Das  Ueberwiegen  von  e  (2)  über  o  (1)  ist
wohl  nur  scheinbar.  Wenn  man  selbst  die  kleinen  Zahlen  als
charakteristisch  gelten  lässt,  kann  doch  Formübertragung  aus
den  a-,  ja-  und  e-St.  wirksam  sein.
Zu  -ont.  0  überwiegt.
            
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