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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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H  e  i  n  z  e  1.

hypothetische  Ausdruck  konnte  den  unbedingten  verdrängen,
s.  Gff.  2,  607  die  häufigen  mugin,  mugit  bei  N.,  dessen  Ind.
Praet.  1.  2.  3.  Plur.  auf  -en  und  -et  auslautet;  vgl.  auch  sculit
in  -ut  II.  1  —  Die  1.  3.  Plur.  Praet.  Ind.  st.  Verba  auf  -on
weist  Weinhold  nach  Bair.  Gramm.  §.  292,  und  Sievers  im
Tatian  p.  45.  —  Auch  aruuingin  ist  wegen  der  n,  o  ohne  e
verdächtig.  Es  wird  eine  vereinzelte  Assimilation  bedeuten.
Der  Acc.  Plur.  der  neutralen  an-St.  —  vom  Nom.  Plur.
kein  Beispiel  —  hat  sich  zum  Theil  nach  der  st.  Flexion
gerichtet,  d.  h.  den  Plural  dem  Singular  gleich  gemacht:
1  -a,  1  -e.
Auch  hier  ist  es  misslich,  an  junges  e  zu  denken,  da
u,  o,  e  erhalten  sind,  also  darüber  hinaus  eine  Fortsetzung  zu
i\  e 2  anzunehmen  wäre.
Zu  -und.  Nur  tugund  und  nur  in  einem  Beispiele  tugendi.
Graff  5,  372  führt  neben  u  nur  e,  i  an,  kein  o;  ebenso  iugund
1,  607,  ja  auch  der  a-St.  —  für  ASt  nur  ein  Beispiel  —  hliumunt
4,  1100;  vgl.  oben  zu  -un  über  sibun,  und  ätum  in  -um  II.
Das  spricht  vielleicht  dafür,  dass  u  auch  über  ü,  i  zu  e  gelangen ­
  konnte.  —  Aber  gewiss  nicht  überall,  s.  uueisunt  -ont
Gff.  1,  1077  und  ärundi  -ondi,  talundi  -ondi,  mammundi  -ondi
Gff.  2,  1144.
Zu  -ut.  Ebenfalls  nur  e  oder  Synkope.  Die  2.  Plur.
Praet.  Ind.  st.  Verba  auf  -ot  s.  Weinhold,  Bair.  Gramm.  §.  292.
Demnach  ist  es  nicht  erlaubt,  e  für  e 2  anzusehen,  nach  Analogie ­
  von  -at  und  von  -ot  in  II.  -Ut  hat  vielleicht  so  lange
seinen  alten  Vocal  erhalten,  bis  altes  -ot  zu  -et  gegangen  war,
und  sich  dadurch  der  Analogie  von  -at  und  -ot  entzogen.  —
Weinhold,  Bair.  Gramm.  §.  284,  kennt  kein  -at  im  2.  Plur.
Praes.  Ind.  st.  Verba,  nur  -et,  aber  -ut,  -ot  im  2.  Plur.  Praet.
Ind.  ist  häufig,  §.  292.
Zu  Ä.
Mit  einer  Ausnahme  steht  die  Schreibung  a  fest.
Zu  -d.  -A  ist  ganz  erhalten.  Das  eine  giridi  folgt  der
Analogie  der  ja-  (i-)  Stämme.  Dagegen  -a.
1  Im  Alemannischen  allerdings  eine  beträchtliche  Anzahl  älterer  -in  ün
3.  Plur.  Praet.  Ind.  Weinhold,  Alem.  Gramm.  §.  346.  Färbung  zu  ü?
s.  zu  -und.
            
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