Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

256  Heinzei.
gleichfalls  die  Silbenzahl  durch  Flexion  vermehrt  wird,  nicht
wirken  konnte.  1
Die  Analogie  beeinflusst  dann  auch  Nom.  Acc.  Plur.  der
fern.  Adj.  Pron.:  sie  werden  dem  Masc.  gleich  gemacht.
Eine  Spur,  dass  die  Färbung  auch  hier  wenigstens  die
Tendenz  oder  die  Fähigkeit  bis  i  zu  gehen  gehabt  habe,  liegt
vielleicht  in  dem  Adv.  vnrehti.  S.  die  Bemerkung  über  Partikeln ­
  zu  -a  am  Schlüsse.  —  Graff  2,  405  führt  ein  anderes
unrecti  aus  den  Juniusschen  Glossen  an.
Sonst  ist  man  nirgends  genöthigt,  ein  e 2  anzunehmen,
das  nicht  durch  Formübertragung  erklärt  würde.
Aber  II  bietet  ein  hinterit,  als  einziges  Beispiel  des  Inlautes, ­
  dem  zufällig  nicht  vorkommende  mit  e 2  zur  Seite  gestanden ­
  haben  werden.
Wieder  erscheint  der  Auslaut  besser  geschützt  als  der
Inlaut.
Da  neben  o  weder  hier  noch  in  II  ein  a  vorkommt,  das
nicht  Formübertragung  wäre,  sind  die  o  nicht  über  a  zu  e
gefärbt  worden.  Wahrscheinlich  war  ö  die  Mittelstufe.
Zu  V.
U  zeigt  sich  noch  vereinzelt  in  -um,  -un;  kein  Beispiel
unter  den  sehr  wenig  zahlreichen  -und,  -ut,  aber  auch  keines
im  Auslaut,  wenn  wir  von  -in  absehen.  Der  Laut  ist  im  Grossen
und  Ganzep  zu  o  geworden  und  theilt  dessen  Geschicke.
Zu  -u.  -U  bleibt  nach  i,  —  mit  Ausnahme  von  sie  (ea),
das  vielleicht  dem  Acc.  nachgebildet  ist,  also  durch  diphthongische ­
  Qualität.  —  Sonst  ist  o  Vertreter,  und  überwiegt  wie
altes  o  die  Schwächungen.  Die  besondere  Festigkeit  im  Pronomen ­
  fällt  auf.
Da  altes  o  nur  nach  e,  nicht  nach  a,  und  nur  zum  geringsten ­
  Theile  nach  i  gewandert  ist,  sind  die  hier  vorkommenden ­
  a  und  i  auch  nicht  als  Färbungen  zu  betrachten.  Die
überwiegenden  a  im  Dat.  Sing,  der  ä-  und  ja-St.  sind  eingedrungene ­
  Genitivformen;  auch  hier  gehen  Pron.  und  Adj.  dem
Nomen  voran,  s.  zu  Die  i,  welche  die  Dat.  Sing,  der  ä-bt.
neben  überwiegendem  o,  a,  e  zeigen,  folgen  dem  Muster  dei

1  Ebenso  bei  Notker,  Braune,  Beiträge  2,  146  147.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.