Wortschatz und Sprachformen der Wiener Notker-Handschrift
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nerregel, in den Hymnen, bei Isidor, die sonst doch das stammhafte
i in die Flexion eintreten lassen, nichts dergleichen.
Dagegen im Tatian, bei dem sich die Deel, der ja-St. sonst
nicht von der der a-St. unterscheidet, ein gibetis, Sievers p. 44.
Dazu das durchgeführte -is in II. — Alles macht es wahrscheinlich,
wenn auch nicht gewiss, dass hier Färbung, nicht
Formübertragung zu Grunde liege. E 2 und i wären dann Vertreter
des Lautes, daneben auch wohl altes e.
Zu I.
I ist im Auslaut in -il, -ir, -it, -is, -ist schlecht, in -im,
-in gar nicht erhalten; fest ist es nur in -■ig, -ih, -id, -isk.
Zu -i. Fast überall überwiegt e. Ausnahmslos steht es
in den Form Worten ni, ubi, urnbi, undi (ein unda), furi. Bi in
bi demo, pidiu scheint kurz zu sein, da neben häutigem
pediu auch ein he unrehte vorkommt. Dass hier und im Praefix
bi- e nicht durchgedrungen ist, wird ausser dem noch immer
lebendigen Accent der Einwirkung des bi zu danken sein;
s. zu -a.
I
Die grössere Häufigkeit des i im Nomen und Verbum
beweist, dass i zu Grunde liegt, nicht etwa eine Färbung zu e,
die nun wieder zu i 1 zurückkehrte. Dass i sich im 'wesentlichen
gut erhalten habe, zeigt der mit Ausnahme des Gen.
Dat. Sing, der a?i-St. 1 durchgeführte Umlaut, während die
Färbungen von a und e ihn nur sporadisch wirken.
Uuilo wird durch Analogie der ö-St., der Dat. Sing.
kelusta durch Analogie der d-St. entstanden sein.
Die Partikeln sind nur schlechter, nicht besser erhalten
als die übrigen Wortclassen; s. zu -a am Schlüsse.
Zu -im. Es ist zu -en geworden. Der Dat. Plur. unsculdon
iolgt den d-St. — Aber II hat noch ein i. — E hat hier früh
begonnen, schon im Isidor, Weinhold p. 80.
1 In der Benedictinerregel aber ist er das gewöhnliche, Seiler, Beiträge 1,
4'29. 441; s. auch Weinhold, Isidor p. 00. Es ist wohl nur den anderen
Casus zu danken, dass es sich nicht regelmässig entwickelte; s. die -un,
-on in I.