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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Wortschatz  und  Sprachformen  der  Wiener  Notker-Handschrift

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nerregel,  in  den  Hymnen,  bei  Isidor,  die  sonst  doch  das  stammhafte
  i  in  die  Flexion  eintreten  lassen,  nichts  dergleichen.
Dagegen  im  Tatian,  bei  dem  sich  die  Deel,  der  ja-St.  sonst
nicht  von  der  der  a-St.  unterscheidet,  ein  gibetis,  Sievers  p.  44.
Dazu  das  durchgeführte  -is  in  II.  —  Alles  macht  es  wahrscheinlich, ­
  wenn  auch  nicht  gewiss,  dass  hier  Färbung,  nicht
Formübertragung  zu  Grunde  liege.  E 2  und  i  wären  dann  Vertreter ­
  des  Lautes,  daneben  auch  wohl  altes  e.
Zu  I.
I  ist  im  Auslaut  in  -il,  -ir,  -it,  -is,  -ist  schlecht,  in  -im,
-in  gar  nicht  erhalten;  fest  ist  es  nur  in  -■ig,  -ih,  -id,  -isk.
Zu  -i.  Fast  überall  überwiegt  e.  Ausnahmslos  steht  es
in  den  Form  Worten  ni,  ubi,  urnbi,  undi  (ein  unda),  furi.  Bi  in
bi  demo,  pidiu  scheint  kurz  zu  sein,  da  neben  häutigem
pediu  auch  ein  he  unrehte  vorkommt.  Dass  hier  und  im  Praefix
bi-  e  nicht  durchgedrungen  ist,  wird  ausser  dem  noch  immer
lebendigen  Accent  der  Einwirkung  des  bi  zu  danken  sein;
s.  zu  -a.
I
Die  grössere  Häufigkeit  des  i  im  Nomen  und  Verbum
beweist,  dass  i  zu  Grunde  liegt,  nicht  etwa  eine  Färbung  zu  e,
die  nun  wieder  zu  i 1  zurückkehrte.  Dass  i  sich  im  'wesentlichen ­
  gut  erhalten  habe,  zeigt  der  mit  Ausnahme  des  Gen.
Dat.  Sing,  der  a?i-St.  1  durchgeführte  Umlaut,  während  die
Färbungen  von  a  und  e  ihn  nur  sporadisch  wirken.
Uuilo  wird  durch  Analogie  der  ö-St.,  der  Dat.  Sing.
kelusta  durch  Analogie  der  d-St.  entstanden  sein.
Die  Partikeln  sind  nur  schlechter,  nicht  besser  erhalten
als  die  übrigen  Wortclassen;  s.  zu  -a  am  Schlüsse.
Zu  -im.  Es  ist  zu  -en  geworden.  Der  Dat.  Plur.  unsculdon
iolgt  den  d-St.  —  Aber  II  hat  noch  ein  i.  —  E  hat  hier  früh
begonnen,  schon  im  Isidor,  Weinhold  p.  80.

1  In  der  Benedictinerregel  aber  ist  er  das  gewöhnliche,  Seiler,  Beiträge  1,
4'29.  441;  s.  auch  Weinhold,  Isidor  p.  00.  Es  ist  wohl  nur  den  anderen
Casus  zu  danken,  dass  es  sich  nicht  regelmässig  entwickelte;  s.  die  -un,
-on  in  I.
            
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