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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Heinzei.

Die  Aelmlichkeit  besteht  in  dem  Ueberwiegen  der  -ir
letzter  Silbe  über  die  -ir  vor  der  letzten.  Wenn  die  -ar  über  -er
einst  insgesammt  -ir  geworden  waren,  so  hätte  nun  der  Inlaut
zuerst  die  Schwächung  zu  e  erlitten,  was  der  Erfahrung  -an
widerspricht;  s.  auch  -im,  -in,  -ir,  -id,  -it  in  1  und  II.  Es  muss
irgend  etwas  die  aus  -ar  entstandenen  -er  in  vor-  oder  drittletzter ­
  Silbe  aufgehalten  haben,  dem  Triebe  nach  i  zu  folgen,
der  sich  schon  im  Tatian  zeigt,  Sievers  p.  38  f.  Das  können
die  beständigen  e  der  Endungen  -era,  -eru,  -ero  gewesen  sein;
s.  zu  -er.  —  Die  alten  Färbungen  des  a  zu  e,  i  —  Formübertragung ­
  ist  nicht  möglich  —  treten  im  Gegensatz  zu  den  jüngeren ­
  Schwächungen  des  i  zu  e  in  vorletzter  oder  drittletzter
Silbe  eher  ein  als  in  letzter.  S.  Sievers,  Tatian  p.  37  ff.,  Kelle,
Otfried  2,  121,  Weinhold,  Isidor  p.  76,  Sievers,  Murbacher
Hymnen  p.  25.  Seiler,  Benedictinerregel,  Beiträge  1,  452,  —
andar,  aber  schon  andera,  selbst  andira.  Aber  andira  konnte
sich  wegen  -era  in  allera  nicht  befestigen,  so  dass  die  fortschreitende ­
  Bewegung  der  -ar  zu  -ir  allmälig  die  Endsilben
zum  grössten  Tlieil  auf  -ir  getrieben  hatte,  —  aber  Umlaut  wie
in  ubar  ist  selten,  —  während  die  der  letzten  vorhergehenden
noch  immer  zwischen  e 1  und  i'  schwankten.  Die  adj.  -er  verdanken ­
  die  grössere  Schonung,  —  denn  die  Sprache  konnte
natürlich  nicht  zwischen  era  in  allera  und  andera  unterscheiden,
—  wohl  ihrer  Eigenschaft  als  Endungen  und  der  Rücksicht  auf
dera,  deru,  derer,  sie  sind  sehr  fest,  s.  zu  -er  und  -ir.
So  dass,  als  in  unserer  Periode  die  Schwächung  der  i
zu  e  eintrat,  sie  allerdings  auch  mit  der  letzten  Silbe  nach
ihrer  Gewohnheit  den  Anfang  machte,  in  vorletzter  aber  viel
weniger  zu  thun  fand.
Odur  behauptet  mit  seinen  a  eine  Ausnahmstellung  —
2  a,  1  e,  —  s.  die  Bemerkung  über  Partikeln  zu  -a  am
Schlüsse.
Auch  das  Praeiix  ar-  mit  12  i  gegen  1  e  spricht  für
junges  er-,  es  hat  sich  wie  das  auch  vocalisch  anlautende  antbesser
  erhalten  als  die  Auslaute  -ar,  und  beginnt  erst  den
Rückweg  zu  e  einzuschlagen.  Dann  werden  auch  die  ausschliesslichen ­
  fer-  und  ze-  die  i-Formen  voraussetzen,  da  sie
sich  von  ir-  durch  consonantischen  Anlaut  unterscheiden.
S.  zu  -ant.
            
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