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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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H  einzel.

treten  z.  B.  durch  Wessobrunner  GB.  II,  MH  Dm.  XCV,  Benedictbeurer
  GB.  III,  MSDm.  XCVI,  die  Benedictbeurer  Predigten
des  Speculum  ecclesiae,  alles  Denkmäler  des  12.  Jahrhunderts.
Zu  -and.  Fiand,  besonders  aber  der  Mangel  jedes  i  in
der  vorletzten  Silbe  räth  die  -encZ-Formen  für  alt  anzunehmen.
Die  Silbe  fällt  durch  die  Möglichkeit  des  Umlautes  aus  der
Analogie  der  übrigen  und  vergleicht  sich  nur  den  flectirten
Formen  des  Infinitivs  auf  -an.  —  Auch  aus  den  übrigen  Theilen
der  Hs.  habe  ich  nur  ein  uaerinte  verzeichnet  118,  104,  das
vielleicht  -ja  voraussetzt.  ■—  S.  auch  Weinhold,  Bair.  Gramm.
§.  289,  Älem.  Gramm.  §.  352.
Zu  -ant.  -Ent  gilt  ebenso  ausschliesslich  in  Endung  und
Ableitung  als  -int  im  Praefix.  Wenn  die  Glossen  Gc.  2  bairisch
sind,  so  wäre  -int  schon  im  9.  Jh.  in  die  3.  Plur.  Praes.  Ind.
gedrungen,  Gff.  2,  1146.  S.  auch  Weinhold,  Bair.  Gramm.
§.  285  sizzint  aus  Otfried  F.  In  II  sind  zwei  Fälle  -int  in
st.  Verbis,  ausserdem  nur  von  ja-St.  28,  4  lösint,  125,  5  säint.
Von  st.  Verbis  vgl.  auch  Wessobrunner  Predigten  MSDm 2 .
LXXXVI,  Bd.  3,  p.  218,  22.  24  inziehint,  inphähint.  Das  sieht
so  aus,  als  wären  die  -int  st.  Verba  von  den  aus  -jant  entstandenen ­
  der  ja-St,  —  s.  sizzint  —  ausgegangen,  eine  Formübertragung, ­
  an  welcher  vielleicht  auch  die  -ent  Antheil  genommen ­
  haben;  s.  -ent  in  I  und  II.
Die  Praefixe  mit  durchgehendem  i  scheinen  für  junges  e
in  den  Endungen  zu  sprechen.  Sie  werden  ihre  constante  Qualität ­
  dem  Anlaut  verdanken,  wie  ir-  aus  ar-,  während  bi-  13  e
neben  4  i  zeigt.  Der  Anlaut  wirkte  vielleicht  in  Praefixen
ähnlich  erhaltend  wie  der  Auslaut  a  allgemein;  s.  zu  A,  -a.  Aber
der  Auslaut  i  ist  der  Schwächung  mehr  ausgesetzt  als  Anlaut  i
und  Auslaut  a.  Die  an  eine  physicalische  Bedingung  geknüpfte
Regel  in  I  hat  mehr  Gewähr  als  das  durchgeführte  int-,  ii‘-,
fir-  in  II.  —  Auch  der  alte  Accent  der  Praefixe  kann  in
Betracht  kommen.  —  Die  inlautenden  a  in  -ant  aber  wären
unbehindert  ihren  Weg  zu  e l ,  i 1  gewandert,  um  in  unserer
Periode  nach  e-  zurückzukehren.  Nehmen  wir  in  3.  Plur.
falsche  Analogie  an,  so  müsste  diese  ganz  so  gewirkt  haben,
als  die  in  der  Endung  -ar  anzunehmende  Färbung.  Denn  wie
dort  ist  das  Praefix  beharrlicher  auf  i  als  die'  Ableitung.
            
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