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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Hein  zel.

st.  Adj.  werden  der  Analogie  der  an-St.  folgen.  -In  zeigt
sich  in  irbolgini,  christinlichen,  bizeicliinot,  gemeginö,  also  nicht
in  letzter  Silbe,  wenn  wir  von  christinlichen  absehen,  wo  die
Composition  sich  der  Flexion  oder  einer  weiteren  Ableitung
vergleicht,  und  nicht  immer  durch  Assimilation  unterstützt;
s.  das  analoge  Verhältniss  in  -an  II.
1)  Diese  i  vor  der  letzten  Silbe  sind  sehr  alt,  sie  begegnen ­
  mit  e,  und  weniger  häufig  als  dieses,  schon  im  9.  Jh.,
s.  Kelle,  Otfried  2,  121.  434  (auch  in  F.);  vgl.  Sievers,  der
im  Tatian  i  für  a  in  -ar,  -ag,  e  für  a  in  -an  nachweist,  letzteres
auch  in  den  Hymnen  p.  25,  im  Isidor,  Weinhold  p.  76,  in  der
Benedictinerregel,  Seiler,  Beiträge  1,  452,  —  neben  a  in  letzter
Silbe.  —  Solchen  -in  der  vor-  oder  drittletzten  Silbe  stehen  allerdings ­
  auch  -in  in  den  Endsilben  zur  Seite,  Gff.  2,  945.  950,  Weinhold, ­
  Bair.  Gramm.  §,  294,  und  schon  in  älterer  Zeit  bei  Otfried,
Kelle  2,  121.  Ja,  magan  ist  dadurch  sogar  zu  megin  geworden
Gff.  S.  620,  wovon  unser  meginön.  Und  es  ist  begreiflich,  dass
neben  -in  im  Innern  das  -en  am  Ende  von  Wörtern  derselben
Classe,  —  Ableitungen  und  Part.  Praet.  st.  Verba,  —  sich  nicht
rein  erhalten  konnte.  Aber  sehr  fest  dürfen  wir  uns  auslautende
-in  für  -an  zu  keiner  Periode  vor  der  Zeit  unsers  Denkmals
vorstellen,  da  die  alten  -im  und  -in  so  früh  Schwächung  erleiden;
s.  zu  -im,  -in.  Auch  neben  megin  hat  sich  magan  erhalten,
wovon  das  mhd.  magen  neben  mein-.  Dagegen  verharren  die
alten  -in  im  Innern  des  Wortes  wenigstens  bis  in  unsere  Zeit;
s.  zu  -in  II.
Es  werden  sich  demnach  bei  Worten  mit  -an,  in  denen  das
Suffix  ins  Innere  des  Wortes  treten  kann,  eine  grössere  Anzahl
jüngerer,  aus  i  entstandener  e 2  finden,  mehr  vor  der  letzten
Silbe,  als  in  dieser.  Aber  auch  wenn  die  -an  des  Auslautes
und  des  Wortinnern  gänzlich  zu  -in  geworden  wären,  musste
das  Verhältniss  der  e  zu  i  sich  ergeben  wie  unser  Denkmal
es  zeigt,  da  die  -im,  -in  wie  alle  i  sich  eher  in  letzter  Silbe,
als  vor  dieser  zu  e  schwächen;  s.  zu  -im,  -in,  -ir,  -id,  -it  111
I  und  II.  E  in  Part.  Praet.  st.  Verba  und  in  Ableitungen  werden
demnach  aus  e 1  und  e 2  bestehen.
2)  Dagegen  scheint  fast  nur  altes  e  zuzukommen  jenen
Wortclassen,  welche  weder  hier  noch  in  II  ein  i  zeigen,  dem
Inf.  st.  Verba,  dem  Acc.  Sing,  von  truhtin  und  dem  Acc.  Sing-
            
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