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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Wortschatz  und  Sprachformen  der  Wiener  Notker-Handschrift.

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uuoli  neben  2  xiuola  wohl  auch  kein  Schreibfehler  sein,  es
kehrt  in  II  wieder,  s.  -a  II.
Bei  dem  Praefix  ge-,  neben  dem  nur  ein  gi-  erscheint,
stehen  sich  zwei  Zeugnisse  gegenüber.  Denn  II  hat  4  ge-  u.  s.  w.
und  59  gi-  u.  s.  w.  Für  I  spricht  einmal  die  Verschiedenheit
im  Verhältniss  des  Praefixes  bi-,  das  bei  weitem  nicht  so  entschieden ­
  e  angenommen  hat,  13  e  :  4  i,  während  bei  II  vielleicht
die  festere  Schreibung  bi-  auf  die  schwankende  der  ge-,  gi-Einfluss
  genommen  hat,  sodann  die  lange  Dauer  des  ga-  in
Baiern,  Scherer  Dm 2 .  508.  513.  526.  565.  Aber  schon  vor
der  Zeit  unseres  Denkmals  gelangten  einige  bairische  ga-  zu  gi-MSDm
 2 .  526.  565,  so  dass  wir  als  wahrscheinlich  annehmen
können,  ein  Theil  der  in  demselben  geschriebenen  ge-  sei  alt,
unmittelbar  aus  ga-  entstanden,  ein  anderer  jung  und  aus  gientstanden.

Die  Verwendung  der  Genitivform  für  den  Dat.  Sing,  ist
in  si,  diu,  desiu  weiter  vorgeschritten  als  im  Nomen.
Der  Acc.  Sing,  von  diu  wird  durch  eine  Laune  des
Schreibers  (s.  II)  nur  mit  e  geschrieben  in  18  Beispielen.
Für  -a  ist  demnach  bis  auf  ga-,  za-  und  vielleicht  fona,
fora,  uuola  Vertreter  nur  a  und  e,  während  a  mehr  Consonant
mit  Ausnahme  der  oben  erwähnten  sehr  wenig  zahlreichen
Fälle,  in  denen  a  sich  erhält,  nur  e  und  i  zeigt.  Auch  in
späterer  Zeit  hat  der  bairische  Dialekt  nicht  die  Vorliebe
mancher  mitteldeutscher  für  auslautendes  i  der  Endung  und
Ableitung.
In  den  Partikeln  ist  a  einerseits  fester,  andererseits  mehr
cler  Färbung  unterworfen  als  in  den  übrigen  Wortclassen.  Nur
bei  ihnen  unzweideutige  Zeichen  einer  bis  i  fortgesetzten  Bewegung. ­

Eine  Einwirkung  der  Kraft,  welche  alte  a  über  e  zu  i
treibt,  trifft  in  Partikeln  nur  ein  Wort,  bei  flectirbaren  Wortclassen ­
  oder  in  Nominalableitungen  mit  einem  Worte  gleich
einen  ganzen  Casus,  eine  ganze  Person,  eine  Gruppe  derselben
Endung.  Verwandte  Formen  wirken  bei  Partikeln  weder  so
erhaltend,  noch  so  fortreissend,  s.  odar,  samane  in  I.  II.
Zu  -an.  -En  hat  entschiedenes  Uebergewicht.  Ueber
beneman  s.  zu  A.  Die  zwei  -an,  -on  des  Acc.  Sing.  Masc.  des
            
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