Wortschatz und Sprachformen der Wiener Notker-Handschrift.
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stand. Dies ist in I und II auslautend schlechter erhalten
als im Inlaut.
Zu -a. A ist im Ganzen gut bewahrt. Neben den Färbungen
behauptet es seine Ueberlegenheit. Auffallend, dass
die Abweichung von a im Verbum, Nomen und Pronomen
stärker ist als bei den Partikeln, welche sehr wenig i und o
zeigen. Aber der ganze vorauszusetzende Weg von a über e
zu i ist unwahrscheinlich, da i, ja selbst i, sich dem e zuneigt,
das doch mit e aus a mindestens grosse Aelmlichkeit gehabt
haben muss, -— ebenso der Weg a, e, i, e, da a noch vorhanden.
Alle diese i wie die o können durch Formübertragung
entstanden sein. Es erscheinen für a nur solche Vocale, welche
in verwandten Formen gebraucht werden. Kein Nom. Plur.
tago, kein santu für santa. Im Pronomen und Adj. fehlen hier,
wie in II, Endungen auf i, offenbar weil diese Redetheile keiner
falschen Analogie ausgesetzt waren. Diese ist zuweilen durch
vocalische Assimilation an vorhergehende Silben und nachfolgende
Wörter unterstützt. Aber selten reicht Assimilation allein
aus, um den in seiner Qualität erschütterten Laut eine bestimmte
Richtung zu geben, so im Praet. Ind. lonoto, wo nicht
an das alte o zu denken, MSDm 2 . 326. 610. — Die übrigen o
sind Dat. Sing. Fern., welche in den Gen. eindringen, und
zwar macht das Pronomen den Anfang, dann folgt das Adjectivum,
schliesslich das Substantivum. Einmal sogar durch
unsicheres Sprachgefühl in unsero uuis, — doch vgl. dio Acc.
Sing. Fern, von diu MSDm' 2 . 533, — oder es ist der Nom.
Sing. Masc. der a«-St. auf das Neut. übertragen worden. —
Scmia folgt der Analogie der Adv. auf o.
Die i in der 1. 3. Sing. Praet. Ind. der schwachen Verba
können entweder dem entsprechenden Conj. -ti ihren Ursprung
verdanken, — vgl. -ta für -ti zu i II, und tätist im 2. Sing.
Praet. Ind. in I und III, — oder es liegt Assimilation an das i
des häufigen -ita zu Grunde. In den vorliegenden Fällen sind
die Beispiele überdiess durch Assimilation an den Wurzelvocal
oder an das folgende Wort entschuldigt, einmal durch
den beabsichtigten Reim: unreinti, chucti in, santi (: iruuanti).
S. die -ti, -oti, -eti in III, die -iti Weinhold, Bair. Gramm.
§§• 313. 369. — Die Nom. Acc. Sing, der d-, der Nom. Sing.
Sitzungsber. d. pliil.-liist. CI. LXXXI. Bd. II. Hft. lö