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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Die  Aufzeichnungen  der  japanischen  Dichterin  Sei  Seo-na-gon.

zeichneten  Gang  zum  Leben  1  zu  Stande,  und  ihr  Grabmal  befindet ­
  sich,  wie  die  Aufzeichnungen  besagen,  in  diesem  Kloster.
In  einem,  dem  Verfasser  dieser  Abhandlung  von  Herrn  Prof.
Dr.  Höffmann  in  Leiden  zum  Geschenke  gemachten  Werke:
V  31  A  ’k  tt  •  Faja-biki  zin-butsu  ko-zi,  einem
alphabetischen  Verzeichnisse  berühmter  Personen  der  japanischen ­
  Geschichte,  findet  sich  die  einfache  Angabe,  dass  Seiseö-na-gon
  die  Gemalin  m  «  Mune-jo’s,  Statthalters  von
Setsu,  gewesen.  Dieses  Umstandes  wird  jedoch  an  keinem  anderen ­
  Orte  erwähnt.
Die  Gedichte  Sei  Seo-na-gon’s  sind  in  dem  IA-f
Fiaku-nin-issiju  ,die  hundert  Dichter',  dem  ka-siü
,Sammlung  der  Häuser',  vielleicht  auch  in  einigen  anderen
Sammlungen  von  Gedichten,  wie  in  dem  ^  jßf:  jf||  rokudeb-siü,
  enthalten. 2  Ihre  Berühmtheit  verdankt  Sei  Seo-na-gon
dem  mehrfach  genannten  Polsterschreibebuche.  Dieses  Werk,
welches  ehemals,  wie  berichtet  wird,  in  verschiedenen  Gestalten, ­
  in  zwei,  drei  und  fünf  Bänden  vorhanden  war,  scheint
gegenwärtig,  gewiss  seiner  Schwerverständlichkeit  wegen,  nicht
mehr  gedruckt  zu  werden.  Die  letzte  Ausgabe  ist  wohl  diejenige ­
  vom  Jahre  1674,  dieselbe,  welche  für  diese  Abhandlung
benützt  wurde.  Der  Herausgeber  Ak  #  ^  Kita-mura
Su-e-gin  hatte  im  Jahre  1653  aus  dem  Reiche  Owari  eine  aus
dem  mittleren  Alterthum  stammende  Handschrift  erhalten,  nach
dieser  den  Text  hergestellt  und  mit  Hilfe  einer  bedeutenden
Anzahl  alter  Werke  die  nöthigen  Erklärungen  verfasst.  Das
nach  langer  Arbeit  von  ihm  veröffentlichte  Werk  besteht  aus
zwölf  mässig  starken  Bänden  von  je  etwa  dreissig  Doppelblättern. ­
  In  einem  dreizehnten  Bande  werden  die  in  dem
Werke  erwähnten  Kleidertrachten  besprochen.
Thatsächlich  enthält  das  Polsterschreibebuch  eine  Reihe
mehr  oder  minder  umfangreicher  Erzählungen  aus  dem  Hofleben ­
  zu  Mijako  und  auch  aus  dem  gewöhnlichen  Leben,  gemischt ­
  mit  kurzen  Aufsätzen  über  die  verschiedenartigsten

#  £  Wa-u-ze-u  ,der  Gang  zum  Leben*  (nämlich  des  Jenseits)  ist
der  Tod.
2  Der  Verfasser  dieser  Abhandlung  konnte  sich  bisher  keines  der  genannten ­
  Werke  verschaffen.
            
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