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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

die  Scheidemauer  einstürzte.  Sie  schickte  an  Aka-some-je-mon
die  folgenden  Verse:
(Ato)-mo  naku  |  (juki)  furu  J|J  (sato)-fa  \  ^
(are)-ni-keri  |  idzure  (mukasi)-no  |  (kaki)-ne  navu-ran.
,Ohne  Rückhalt  |  wo  der  Schnee  fällt,  die  Strasse  |  ist
wüst  geworden.  |  Was  wird  die  einstige  j  Wurzel  der  Mauer  sein?
Ferner  sagt  Gen-si,  Bonze  von  der  ersten  Rangstufe,  in
den  Erklärungen  zu  den  hundert  Dichtern:  Als  Sei  Seö-na-gon
alt  geworden  war,  verarmte  sie  in  dem  Lande  der  vier  Reiche
(in  Si-koku).'  —  Hierzu  bemerkt  die  Einleitung:  Im  Anfänge
der  Zeiten  des  Kaisers  Itsi-deö-in  war  Mitsi-taka  der  Kuanbaku,
  Sada-ko  (seine  Tochter)  wurde  die  Kaiserin,  Macht  und
Glanz  des  Hauses  waren  vorzüglich.  Auch  Sei  Seö-na-gon
wurde  von  der  Kaiserin  herangezogen.  Da  ihre  Begabunggross
  war,  verlautete, (  dass  sie,  wie  in  dem  Polsterschreibebuche ­
  zu  ersehen,  zu  der  Würde  ft  #  Nai-si  ,  Aufwartende
im  Inneren 1  erhoben  werden  solle.  Indessen  starb  der  Kuanbaku,
  die  Brüder  (seine  Sohne)  vertrugen  sich  nicht,  der  eine
(Mitsi-kane)  wurde  Kuan-baku.  Später  wurden  pm  Koremasa
  und  ^  Taka-ije  verbannt. 1  Die  Kaiserin  starb,
nachdem  sie  eine  Tochter  und  einen  Sohn  geboren  hatte.  Ihre
jüngere  Schwester  Sei-gei-sija  folgte  ihr  bald  im  Tode  nach.
Die  Menschen  an  ihrer  Seite  versäumten  die  Zeit  und  konnten
auf  keine  Weise  hervortreten.  Sei  Seö-na-gon  wohnte  an  einem
so  verödeten  Orte 2  und  irrte  auch  in  Si-koku  unstät  umher.
In  dem  Polsterschreibebuche  sehnt  sie  sich  nach  der  alten
Zeit.  Sie  legt  ihre  Gedanken  dar  und  erzählt,  was  damals,
als  die  Kaiserin  mächtig  und  angesehen  war,  sich  zugetragen.
Sie  schreibt  wohl  auch  mehrmals  nieder,  wie  sie  in  der  Welt
gepriesen  wurde.  Einer  Erklärung  zufolge  wurde  Sei  Seö-nagon
  eine  Nonne  in  dem  Kloster  Sei-guan-zi :i  und  erfreute  sich
der  Rück  sichtsnahm  e  des  Kaisers.  Sie  brachte  einen  ausge-1

  Beide  waren  Softne  Mitsi-taka’s.  Kore-masa  hatte  gemeinschaftlich  mit
Taka-ije  dem  zurückgetretenen  Kaiser  Kua-san-in  aufgelauert  und  ihn
durch  einen  Pfeilschuss  verwundet.
2  Wie  er  in  den  obigen  Versen  erwähnt  wurde.
3  Sei-guan-zi  ,das  Kloster  der  Gelübde 1  befindet  sich  in  Jama-siro.
            
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