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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Miklosic  h.

bola  hödnä,  z«  bisom  ja  takä  pe’kuä  tebe  vodu  nosila
Cit.  56.  Polnisch  bestand  ehedem  b  y  c  h,  by,  by;  bychwa,
bysta,  bysta;  bychom  und  bychmy,  byscie,  bycha,  heutzutage ­
  bym,  bys,  by;  bysmy,  byscie,  by.  Man  merke
ruszyla  sta  by  Ustaw.  135'für  ruszyla  bysta.  Das  Oserb.
verwendet  den  alten  Aorist  byeh,  by,  by  u.  s.  w.  und  das
Imperfectum  budzech,  budäeäe,  bud2e§e  u.  s.  w.,  jenes  zur
Bildung  des  Conditionalis  praes.,  dieses  zur  Bildung  des  Conditionalis
  praet.  Im  Nserb.  tritt  an  die  Stelle  des  bych  die
Partikel  by;  das  Imperfectum  buzach  hat  dieselbe  Anwendung
wie  im  Oserb.  das  gleiche  Tempus.  Nach  dieser  Erklärung  des
polu.  bym  (denn  das  Ivlruss.  kann  offenbar  nichts  beweisen)
kann  ich  der  Ansicht  Leskien’s,  Beiträge  6,  Seite  187,  nach
welcher  bimo,  für  bymi.  nichts  anders  sein  soll  als  by  mit
der  primären  Endung  der  I.  Sing.,  nicht  beistimmen.  Es  wird
demnach  zur  Bezeichnung  des  Conditionalis  mit  dem  Partie,
praet.  act.  II.  verbunden  nach  Verschiedenheit  der  Sprachen
und  Zeiten  1.  der  alte  Aorist  binri.;  2.  der  jüngere  Aorist
bycho,;  3.  die  Partikel  by;  4.  die  aus  der  Partikel  by  und
dem  Verbum  jes  hervorgegangene  Form  byjesmi,.
Das  pannonische  bimo,,  bims  glaube  ich  mit  dem  mittels
des  Plilfsvocales  i  gebildeten  altindischen  Aorist  zusammenstellen ­
  zu  sollen,  über  welchen  Schleicher,  Compendium  Seite  812,
handelt.  Es  wäre  demnach  II.  Sing,  bi  zu  vergleichen  mit
aved'is,  III.  Sing,  bi  mit  avedlt,  1.  Plur.  bimo,  mit  avedisma,
II.  Plur.  biste  mit  avedista.  Die  I.  Sing,  bimo,,  bims  bietet
allerdings  eine  Schwierigkeit  wegen  des  auslautenden  uri,  gegenüber ­
  dem  altindischen  avedim:  das  s  ist  schon  im  Aind.  ausgefallen. ­
  Derselbe  Ausfall  ist  in  der  I.  Plur.  bimo,  eingetreten.
Eine  weitere  Schwierigkeit  bietet  die  III.  Plur.,  indem  man
statt  bise  etwa  bis§  erwartet:  s  dürfte  auf  der  Analogie  mit
byie  beruhen.  Diese  Darstellung,  durch  welche  dem  bimo>,
bims  eine  von  byho,  verschiedene  Entstehung  vindicirt  wird,
ist  auf  Widerspruch  gestossen.  Sreznevskij  meint,  in  binn>,
bi,  bi  u.  s.  w.  stehe  i  für  y.  Glag.  73.  114.  jus,  16  a.  55  a.
Derselben  Ansicht  pflichtet  Leskien  bei,  Beiträge  6,  Seite  187.
Man  kann  sich  zur  Unterstützung  dieser  Ansicht  auf  Formen
wie  bihu,  berufen:  ukrylo,  se  bi  ho,  Bon.,  bei  Sreznevskij
Jus.  131  a.  und  auf  Formen  wie  bymu,:  pogybln,  bymo,  Psalt.-
            
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