Pfizmaier. Die Aufzeichnungen der japanischen Dichterin Sei Seo-na-gou.
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Die Aufzeichnungen der japanischen Dichterin
Sei Seö-na-goii.
Von
Dr. A. Pfizmaier,
wirk!. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften.
Die hier besprochenen Aufzeichnungen sind das um das
Ende des zehnten Jahrhunderts in Japan geschriebene Werk
tfc M Makura-so-zi ,das Polsterschreibebuch', auch
|J|| Faru-no ake-bono ,die Morgendämmerung des Frühlings'
genannt. Dasselbe hat die Dichterin & m w
Sei-seö-na-gon ,Tochter jjjf fjijjj Kijo-wara-no Motosuke’s,
Statthalters von Fi-go, zur Verfasserin. Moto-suke war
einer der sogenannten fünf Männer der Birntöpfe, 1 welche im
fünften Jahre des Zeitraumes Ten-reki (951 n. Chr.) mit der
Herausgabe der unter dem Namen I 1 fü I i
go-sen-iva-ka-siju bekannten Sammlung alter Gedichte beauftragt
wurde. Er stammte in neunter Linie von dem Kaiser
Ten-bu. ln erster Linie stand der Kaisersohn £ A Ije-fito,
Vater des Kaisers Fai-tei.- Sei Seo-na-gon erhielt ihren Namen
von sei, welches, Kijo ausgesprochen, ein Theil des Geschlechtsnamens
ihres Vaters Kijo-wara-no Moto-suke’s ist.
Se6-na-gon ,kleiner (geheimer) Rath' ist eine Würde, welche,
1 ft Nasi-tsubo ,die Birntöpfe 4 , war ein Theil des kaiserlichen
Palastes, so genannt von den daselbst in Töpfen stehenden Birnbäumen.
2 Diese und viele der folgenden Angaben sind der Einleitung zu dem
Werke entnommen worden.