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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Xenopliontißche  Studien.

89

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oxt  xyjv  SY]p,oxpax(av  ev.  xoüxou  xaxaAueiv  eice^efpst,  eitaivwv  xov  ’ÜBucraea,
toi?  p.ev  ßacnXeuciv  smxigoma  Xcyw,  tou?  Bs  loioixac  TÜirxovxa,  5  Be  oüBev
Aeywv  ©povttXetv  jxaXXov  auxov  -vjc  xäi;s(os  und  damit  stimmt  ’Aic.  I,
2,  58  to  oe  'Op/i^poo  e<pv)  6  xaT^yopo?  TroXXaxt?  aüxbv  Aeyetv,  Sri
’OBuaaeu?  “Ovxiva  |j,sv  ßaaiXrja  .  .  .  xauxa  oyj  auxov  eßvjYskjfJai,  wc  5
T5ötV)xv)(;  exatvoiY]  TOueGÖai  tou?  07)p.5xac  */.ai  icevrjxai;.
Daraus  hat  nun  Cobet  (p.  662  ff.)  den  Schluss  gezogen,
dass,  wo  in  den  Apomnemoneumata  b  ‘/.axvjyopoq  vorkomme
(I,  2,  9,  12,  26,  49,  51,  56,  58),  Polykrates  gemeint  sei.  Dieser
Ansicht  haben  sich  L.  Dindorf,  G.  Sauppe,  Bergk,  Brandis,
Ueberweg  angeschlossen;  Breitenbach  aber  (Jahn’sche  Jahrb.
1869,  S.  801  ff.)  kommt  nach  eingehender  Untersuchung  wieder
zu  der  früher  allgemein  geltenden  Annahme  zurück,  der  •/.axvp
yopo?  sei  Niemand  anders  als  Meietos.
Es  ist  hier  keineswegs  meine  Absicht  Breitenbach  in
seiner  Bekämpfung  der  Gründe  Cobet’s  zu  folgen,  der  manches
Ungehörige  in  seine  Erörterung  eingemischt  und  daher  seinem
Gegner  mehrfach  schwache  Seiten  geboten  hat,  sondern  ich
will  bloss  dasjenige,  was  strenger  zu  unserer  Frage  gehört,
herausheben.
Was  nun  die  erste  Stelle  Is.  Bus.  5  anbetrifft,  so  bemerkt
Breitenbach  S.  809,  es  spreche  nicht  einmal  der  Wortlaut  bei
Xenophon  dafür,  dass  er  sich  auf  die  betreffende  Stelle  jener
y.ax^yopia  beziehe,  so  weit  wir  sie  aus  1  sokrates  kennen.  Denn
dort  heisse  es  [j.aOvjTYp,  bei  ihm  ogi/opiä;  dort  sei  nur  von  Alkibiades
  die  Rede,  bei  ihm  von  Kritias  und  Alkibiades.  Nun
lässt  sich  aber  leicht  zeigen,  warum  Xenophon  hier  den  Ausdruck ­
  |j.a07}TY]?  nicht  brauchte.  Er  hatte  nämlich  schon  früher
nachgewiesen,  dass  Sokrates  Niemandes  BiBämwcXoc  gewesen  sei
(vgl.  1,  2,  3,  7  u.  8).  Somit  gab  es  für  Sokrates  keine  gaOijxal,
sondern  bloss  ctjvövtsc,  auvoiaxptßovxsi;,  op.iXv]xat.  Um  also  nicht
wiederum  auf  die  bereits  abgethane  Sache  zurückzukommen,
setzte  er  mit  Recht  für  ga0Yjxi)<;  das  dem  Zusammenhänge
entsprechende  bpiKrpi-qc,.  Wenn  ferner  bei  Isokrates  nur  Alkibiades ­
  genannt  wird,  so  hat  dies  seinen  guten  Grund.  Der
Busiris  ist  eine  herbe,  hämische  Kritik  der  gleichnamigen
Schrift  des  Polykrates,  bestimmt  den  Ruf  desselben  zu  ver-
            
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