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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Pfizmaier.

möchte  unter  Freude  und  Trinken  sterben.  —  Teil  stellte  vermittelst ­
  eines  Kofferspiegels  Wein  auf,  lud  das  ganze  Haus
Hiune’s  sowie  die  Menschen  der  benachbarten  Gasse  ein  und
beging  mit  ihnen  ein  Fest.  Diese  Sclavin  berauschte  sich
stark.  Sie  erhob  sich,  tanzte  und  sang:  Der  kostbare  Spiegel!
der  kostbare  Spiegel!  Wehe  mein  Leben!  Seit  ich  mich  getrennt ­
  von  der  Gestalt,  bis  heute  der  Geschlechter  wie  viele!
Kann  man  des  Lebens  sich  auch  freuen,  im  Tode  hat  man
nicht  wieder  Leid.  Warum  Liebe  hegen  zu  den  Meinen!  Ich
bewahre  diese  einzige  Seite.  -—  Nachdem  sie  ausgesungen,  verwandelte ­
  sie  sich  in  einen  Dachs  und  starb.
Die  Geschichte  der  erzählten  Merkwürdigkeiten:
Zur  Zeit  als  |j|;  Tung-yi  von  Tsehin-lieu  jung  war,  befand ­
  sich  in  seiner  Nachbarschaft  ein  Mädchen,  Namens  *  H
Liang-ying.  Dasselbe  war  von  Jahren  jung  und  von  blühendem ­
  Aussehen.  Yi  liebte  das  Mädchen  von  ganzer  Seele.  Er
schickte  ihr  Pfeffer  und  schenkte  ihr  kostbare  Dinge.  Ying
nahm  es  an,  es  war  aber  nicht  ihr  Ernst.  Später  befand  sich
Tsching-tsch’ung,  ein  Nachbar  Yi’s,  in  dessen  Behausung ­
  und  übernachtete  daselbst.  Um  die  zweite  Nachtwache
hörte  man  vor  dem  Thore  mit  der  flachen  Hand  klopfen.
Tschung  hatte  sich  niedergelegt.  Er  blickte  von  ferne  hin  und
erkannte  auch  Ying.  Er  sprach  mit  Yi  und  sagte:  Liang-ying
kommt  jetzt.  ■—  Yi  sprang  erschrocken  auf,  trat  hinaus  und
ging  ihr  entgegen.  Er  fasste  sie  beim  Arme  und  führte  sie  in
das  Haus.  Hierauf  ging  er  mit  Ying  schlafen.  Diese  trachtete ­
  plötzlich,  fortzukommen.  Yi  hielt  sie  fest  und  liess  sie
nicht  los.  Sie  zögerte  und  erreichte  den  Morgen.  Yi  wollte  sie
zurückhalten  und  sagte:  Ich  werde  für  dich  ein  Schwein  dünsten
und  Speise  bereiten.  —  Als  man  gespeist  hatte,  ging  sie  fort.
Yi  erhob  sich,  verschloss  die  Thüre  und  zog  den  Vorhang  vor.
Ying  verwandelte  sich  jetzt  und  wurde  ein  Dachs.  Sie  entlief
über  die  Dachbalken.
            
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