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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Pfizmaier,  Ueber  japanische  geographische  Namen.

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Ueber  japanische  geographische  Namen.
Von
Dr.  August  Pfizmaier,
wirk!.  Mitgliede  der  kais,  Akademie  der  Wissenschaften.

_Uie  japanischen  geographischen  Namen  wurden,  gleich
den  übrigen  Eigennamen,  seit  Einführung  der  Schrift  immer
mit  chinesischen  Zeichen  geschrieben.  Da  diesen  Zeichen  bald
japanische  Lesung,  bald  chinesischer  Laut,  beides  in  sehr
wechselnder  Gestalt  zu  Grunde  gelegt  ward,  so  bildete  sich
allmälig  eine  Schreibweise,  bei  der,  wenn  es  sich  nicht  um
schon  bekannte,  oft  gehörte  Namen  handelt,  die  wahre  Aussprache ­
  nicht  mit  Gewissheit  bestimmt  werden  kann.
Die  geographischen  Namen  bestehen  im  Allgemeinen  aus
zwei,  sehr  selten  aus  drei  und  beinahe  niemals  aus  einem  einzigen ­
  chinesischen  Zeichen.  Wie  begreiflich,  finden  sich  in  den
Lesungen,  nebst  Wörtern  der  alten  und  ältesten  Sprache,  häufig
dialectische  Ausdrücke,  in  manchen  Fällen  auch  Lautverbindungen, ­
  die  heut  zu  Tage  gar  keinen  Sinn  mehr  geben,  eingemengt. ­
  Die  oft  sehr  bedeutenden  Abweichungen  in  dieser
Hinsicht  lassen  sich  in  keine  Regeln  bringen  und  sind  auch
keineswegs  gleichförmig.  Beispielsweise  werde  von  Lauten  angeführt: ­
  '%  sika  statt  siki,  pjj||  £  kuru  statt  kun,  %  L
ku-u  und  kuni  statt  kan,  5^  ^  r °ki  statt  re-u,  naki  statt
na-u.  Von  Lesungen:  am  statt  jasu,  welches  letztere  jedoch ­
  gewöhnlicher  ist,  asu  statt  asi,  J||  f,  mufa  statt  nifa
(niwa),  JJJ  mi-ta  statt  ta,  ^j||  %  uta  statt  umi,  siki  statt
            
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