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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Gomporz.

Xwuxov  -/.xs.  Es  gilt  —  wie  die  Erwiderung  (171—74):  y.ay.ük
'(old  'Apysfowiv  ev  <o  SiepyaaOe'Ex'’  av  unzweideutig  lehrt  —  die
Macht  und  Wehrhaftigkeit  des  Staates,  der  einen  so  unerwarteten ­
  Kraftzuwachs  nicht  von  sich  weisen  soll,  dessen  er  in
schlimmen  Tagen  wohl  bedürfen  könnte.  Der  dem  Fürsten
drohende  Vorwurf  der  Laune  und  Willkür  wird  somit  von
diesem  abgewehrt  mit  dem  Hinweis  auf  das  Wohl  des  Landes,
das  Interesse  des  Gemeinwesens.  Und  da  sollte  —  in  diesem
mit  wunderbarer  rhetorischer  Kunst  geführten  Plaidoyer,  wo
jedem  Gedanken  der  schärfste,  wirkungsvollste  Ausdruck  zu
Theil  wird,  —  das  Wort  Staat  oder  Gemeinwesen  gar  nicht
erscheinen  ?  Es  sollte  heissen:  ,ich,  der  Fürst,  werde  das
Beste  erlangen  was  es  gibt'  u.  s.  w.,  während  das  Schwergewicht ­
  der  Beweisführung  eben  darauf  ruht,  dass  nicht  das
Privätinteresse  des  Herrschers,  sondern  das  Heil  des  Landes
die  Flüchtigen  zu  schützen  gebiete?  Die  beiden  Schäden  sind
im  Grunde  nur  einer.  Das  überschüssige  [xcvov  (als  Lückenhüsser
  erscheint  das  Wort,  um  nur  Sicheres  anzuführen,  auch
Phoen.  1232  und  Helen.  493  am  Versausgang)  hilft  uns  den
jetzt  wahrgenommenen  Gedankenabgang  ersetzen.  Und  was
sollte  der  Dichter  wohl  anderes  geschrieben  haben  als:
Ipelt;-  ,x'o  Xwoxov,  eXm3’,  eüpijaei  xoXi? 1 -
Du  wirst  entgegnen:  ,die  Stadt  wird  das  Beste  erlangen  was
es  gibt,  eine  Zukunftshoffnung',  —  worauf  blitzschnell,  und
darum  ohne  Adversativpartikel,  die  Duplik  folgt:
y.ai  iouxo  xoXXw  xou  xapovxo?  evoee?-,doch
  auch  dies  bleibt  weit  hinter  den  Anforderungen  der  gegenwärtigen ­
  Lage'  (der  emergency  würde  ein  Engländer  sagen)
,zurück.'  Man  vergleiche:
epeic  •  ,aSiivaxov'  •  atixo  xobxo  ■  xob?  <pfXouc
ev  xbi?  y.ay.olc  /pr (  xolc  <piXoiaiv  üxpeXelv.
(Orest.  665—66).
epel  xi?  •  ,ou  -/pvjv'  ■  o  ii  bk  '/pfj'),  oüz  elxaxe.  1
(Eur.  frg.  707).

1  Das  wäre  wenigstens  eine  sprachlich  und  metrisch  mögliche  und  durch
gedrungene  Gedankenkraft  des  Euripides  würdige  Fassung  dieses  Bruchstücks. ­
  Ihm  liegt,  wie  es  scheint,  eine  Situation  zu  Grunde,  wie  sie
zumal  im  öffentlichen  Leben  nicht  allzu  selten  vorkommt.  Wie  oft
glauben  nicht  negative  Geister  eine  Massregel  schon  darum  tadeln  zu
            
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