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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Tfi  z  ra  ai  er.

Die  Geschichte  der  Gewohnheiten:
m  %  n  Lieu-kuang-lö  aus  der  Gegend  unterhalb
der  Mutterstadt  ernährte  schöne  Gänse.  ^|J  ^  jji  Lieuheu-kilin
  kehrte  aus  der  Mutterstadt  zurück  und  hielt  Thsinyang
  nieder.  Kuang-lö  machte  Heu-kiün  eine  einzelne  Gans
zum  Abschiedsgeschenke.  Diese  war  von  echter  grasgrüner
Farbe,  ihr  Iials  war  vier  Schuh  lang,  und  ihr  Kopf  hatte  Aelinlichkeit
  mit  demjenigen,  eines  Drachen.  Diese  einzige  Gans
mochte  fünfmal  zehntausend  Kupfermünzen  werth  sein.  Später
sah  man  keine  mehr  von  dieser  Art.
Die  von  Thsui-piao  verfassten  Erklärungen  des  Alterthums ­
  und  der  Gegenwart:
Die  Gans  hat  Aehnlichkeit  mit  dem  Schwane,  ist  aber
grösser.  Ihr  Hals  ist  acht  Schuh  lang.  Sie  ist  geschickt  im
Kämpfen  und  verzehrt  mit  Vorliebe  Schlangen.
Die  Ueberlieferungen  von  Merkwürdigkeiten:
Zu  beiden  Seiten  des  Berges  J|J  Liü  gibt  es  gewöhnlich
mehrere  tausend  wilde  Gänse,  die  eine  Heerde  bilden.  Die
Aeltesten  und  Greise  erzählen  als  Ueberlieferung:  Einst  war
ein  Dachs,  welcher  deren  verzehrte.  Am  nächsten  Tage  sah
man  den  Dachs.  Derselbe  heulte  auf  einer  Sandbank,  als  ob
er  gebunden  würde.
Die  Denkwürdigkeiten  von  dem  südlichen  Yue:
Auf  dem  Berge  des  Tempels  des  Districtes  Hoa-mung
befindet  sich  ein  See.  In  diesem  See  gibt  es  Quellengänse,
welche  den  gegenwärtigen  wilden  Gänsen  gleichen.  Dieselben
blähen  die  Kröpfe  an  den  Gebirgsquellen.  Desswegen  nennt
man  sie  Quellengänse.
Die  Geschichte  der  beiden  Mutterstädte:
fift  *§l  Hoei-yuen,  ein  Schamane  des  Klosters
Tsing-ying,  erklärte  die  richtschnurmässigen  Bücher.  Zur  Zeit
als  er  sich  in  dem  Bezirke  befand,  folgte  ihm  beständig  eine
Gans  und  hörte  die  richtschnurmässigen  Bücher.  Als  Yuen  in
die  Mutterstadt  trat  und  in  dem  Kloster  verblieb,  schrie  die
Gans  Tag  und  Nacht  ohne  Aufhören.  Die  Bonzen  brachten
sie  in  die  Mutterstadt  und  Hessen  sie  an  dem  grossen  Thore
dieses  Klosters  los.  Sie  kannte  von  selbst  die  Zelle  Yuen’s,
trat  sofort  ein  und  zeigte  sich  vertraulich.  So  oft  sie  die  Glocke
der  Erklärung  hörte,  trat  sie  in  die  Halle,  legte  sich  nieder
            
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