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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Go  mper  z.

begegnet.  Schwerlich  hätte  Dindorf  eine  Interpolation  (Poet,
sc.  gr.  "'  III,  206),  Schenkl  eine  IJeberarbeitung  der  Verse
angenommen  (Zeitschr.  f.  öst.  Gymn.  25,  445),  —  sicherlich
hätten  Madvig  (Advers.  I,  237),  Heimsoeth  (Bonner  Sommerprogramm ­
  1872,  p.  27)  und  Herwerden  (Stud.  crit.  in  poet.
sc.  gr.  p.  38)  dieselben  nicht  in  übereinstimmender  Weise  zu
heilen  versucht,  wenn  sie  beachtet  hätten,  dass  Kirchhof!
genau  dieselbe  völlig  einleuchtende  Emendation  schon  vor
zwanzig  Jahren  veröffentlicht  hat  (ed.  maj.  II,  p.  504),  nämlich:
5>  fpaia,  xauxa  xaüx’  &trj  —  Xeyeiv
£^£(JXf  TiElCTOp-ai  y.xs.
Unbefriedigend  erscheinen  mir  die  Versuche  der  vier
Kritiker  nur  dort  wo  ihre  Wege  sich  scheiden.  Denn  wenn
Kirchhoffs  zauöt?  und  Herwerden’s  ‘/.dXXw?,  ,alio  modo  (id  est,
minus  iracunde)'  wenig  sinngemäss  scheinen,  so  ist  Madvig’s
und  Ileimsoeth’s  xpawc  dies  zwar  in  hohem  Grade,  zugleich
jedoch  so  gewaltsam,  dass  nur  die  Verzweiflung  darnach  greifen
könnte.  Wie  nun,  wenn  es  keiner  Aenderung  eines  Buchstabens, ­
  ja  auch  nur  eines  Striches  bedürfte  um  ein  ganz
ebenso  sinnentsprechendes,  wenn  nicht  noch  sinnentsprechenderes ­
  Wort  zu  gewinnen?  KAAQC  kann  nicht  nur  y.aXwc,  es
kann  möglicherweise  auch  ’y.xXwc,  d.  h.  d  y.aXwc  bedeuten.  Vgl.
Hesych.  dy.aXöv  •  vjau^ov,  rcpäov,  p,aXaz6v;  auch  dy.aXa-  a'iosa,  vjau/a.
Etym.  M.  44,  20  und  154,  16  wird  äy.aXwc  durch  wiedergegeben; ­
  Apollon,  (lex.  hom.  20,  27)  erklärt  xy.aXappEixT)?  durch
ccpaw?  peorr  ay.aXbv  yap  xo  ijcuyov,  desgleichen  Eustathius  (1871,
54)  durch  6  iy.ccXüc  vm\  vjcb^wc  pswv,  und  dzahov  ist  ihm  (1009,
31)  =  icpaö,  [j.aXÖay.iv,  äAosov,  fjcru*/ov.  Endlich  und  hauptsächlich, ­
  Steph.  Byz.  bietet  s.  v.  Ilapösvioc  den  Vers:  &q  axaXd  icpop£wv,
  wc  äßplj  ixap0£vo?  sTaiv,  den  man  jetzt  mit  gutem  Grunde
dem  Hesiod  zuschreibt  (vgl.  A.  Kaegi  in  Kitschl’s  Acta  II,  2,
442,  der  ebendort  völlig  sicher  herstellt:  dXX’  dy.aXw?  [statt  äXXd
y.at  w;]  Tcpoadyotsv  Trptanjovt  owpa,  hymn.  hom.  in  Apoll,  pyth.  94).
Dem  etwaigen  Einwurf  aber,  das  so  seltene  Amkcq  sei  bisher
in  der  Tragödie  nicht  nachgewiesen,  kann  ich  nicht  das  mindeste
Gewicht  beilegen.  Es  mag  dies  ein  guter  Grund  sein  um  eine
gewaltsame  Aenderung  abzuwehren;  er  zählt  nichts  wenn  es
gilt  das  Ueberlieferte  in  seinem  Recht  zu  schützen.  Dass  das
            
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