Wenn man von dem weissen Wasser südwärts zehn Weglängen
wandelt, gelangt man zu dem Hühnerberge. Zur Seite
erhebt sich der grosse Berg. Auf der Höhe desselben befindet
sich ein steinerner Hahn mit Mütze und Sporen gleich einem
lebendigen. Li-tschin, ein Mann des Weges, stieg
hier hinab und wohnte daselbst. Er betrachtete den Hahn
immer als eine Kostbarkeit und ein Kleinod. Der Hahn war
eines Morgens plötzlich zertrümmert. Li-tschin sagte zu den
Menschen: Mit dem Halme kam es zuletzt so weit. Ich habe
mein Leben beschlossen! — Er nahm jetzt von den ihm
Nahestehenden und Bekannten Abschied. Einen Monat später
starb er wirklich. Es schien, dass er das Schicksal kannte.
Yen oder jf|| yen ist die wilde Gans.
f$§ Ngo ist die zahme Gtons.
Hung wird gewöhnlich für gleichbedeutend mit j|||
hao ,Schwan' gehalten. Nach Anderen ist es eine grosse Wildgaus.
Uebrigens wird die wilde Gans auch ye-ngo
genannt.
Das Kuang-ya:
*J!jP fÜ K' a_n g° i st di* 3 wilde Gans (§!^ $•!§)•
Die Denkwürdigkeiten von U:
Kaiser King erkrankte. Er hiess einen Zauberer die
Dämonen beobachten und wollte ihn auf die Probe stellen. Er
tödtete eine Gans und vergrub sie in dem Garten. Er baute
ein Dach, stellte ein Bett auf und legte die Kleider eines
Weibes darüber. Er hiess den Zauberer dieses beobachten.
Wenn er im Stande wäre, die Gestalt des in diesem Grabhügel
befindlichen Weibes zu beschreiben, würde ihm dafür
eine Belohnung zu Theil werden. Der Zauberer beobachtete,
bis der Tag zu Ende war, und sprach vom Mittag bis zum Abend
nicht ein Wort. Der Kaiser drang in ihn und fragte ihn ungeduldig.
Der Zauberer sprach jetzt: In Wirklichkeit sah ich
nicht, dass ein Dämon da ist. Ich sah bloss eine weisse Gans,
die sich über dem Grabe befand. Desswegen brachte ich nicht
sofort die Meldung. Ich vermuthete, dass der Geist sich verwandelt
habe und bewerkstelligte die Bestimmung. Es erfolgte