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Zimmer mann.
das Drama der Alten, dessen ,Caricatur' die Oper ist, als
ideales ,innerliches' Drama der Gottesdienst dar. Das
System ist geschlossen.
Das Gesammturtheil, das ich in meiner Geschichte der
Aesthetik über die Ansichten Schelling’s vom Schönen und der
Kunst gefällt, bietet mir dessen ausführlichstes Werk über Philosophie
der Kunst keine Veranlassung zu ändern. Nach wie vor
bin ich der Meinung, dass der Schwerpunkt der Schelling’schen
Kunstphilosophie ganz irgend wo anders zu suchen sei als in
der Kunst. Wer, wie Schelling, die Kunst in die Nachahmung
des Göttlichen oder des allein wahrhaft Seien den setzt, der
beweist, dass es ihm nicht wie dem Künstler um das Schöne,
sondern wie dem Theologen und Metaphysiker um Gott und
das Seiende zu thun sei. Auch Lotze, obgleich ,mit ganzem
Herzen', wie er sagt (G. d. A. S. 148), dasjenige festhaltend, was
ich (mit Danzel) an Schelling’s Aesthetik tadle, kann sich
nicht enthalten zu fragen (vgl. S. 1 N 37), wie wir das Schöne von dem
schlechthin Seienden unterscheiden sollen, wenn in der Identität
des Realen und Idealen jenes wie dieses gleichlautend besteht?
Wie Platon bleibt Schelling, wie Lotze einräumt, in Bezug auf die
endlichen Dinge nichts übrig, als zu sagen, dass ihre Urbilder
alle (auch jene, die der parmenideische Sokrates als Gegenbeweis
anführt) wie absolut wahr, so auch absolut schön seien; eine
Grenze zwischen dem Schönen und Seienden gibt es nicht.
Der Rath, den Schelling in seiner berühmten Rede der
bildenden Kunst ertheilt, nur ,das in der Natur in der That
Seiende' nachzuahmen, zeigt, dass er selbst eine Scheu davor
trug, das ,Seiende' schlechthin nachahmungswürdig zu finden.
Entweder ist alles Seiende nachahmungswerth, weil es Seiendes
ist, oder es muss einen Grund geben, welcher das eine der
Nachahmung durch die Kunst würdig macht, das andere nicht.
Dieser darf aber nicht selbst wieder im Sein gesucht werden,
weil wir uns sonst ohne Ende im Cirkel bewegen würden.
Das Urtheil über Schönheit muss unabhängig vom Seienden
gefällt werden. Nicht was ist, entscheidet darüber, sondern was
unbedingt gefällt. Eine platonisirende Aesthetik, wie die