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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Denkwürdigkeiten  aus  dem  Tliierreiclie  China's.

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Die  von  Wang-tse-nien  verfasste  Geschichte  des  Auflesens ­
  des  Hinterlassenen:
Im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes  Ta-thsu  (104  v.  Chr.)
brachte  das  Reich  Yue-ti  als  Tribut  einen  zweiköpfigen  Hahn.
Derselbe  hatte  vier  Fi'isse  und  einen  einzigen  Schweif.  Wenn
er  krähte,  krähten  beide  Köpfe  zugleich.
Das  Reich  '<^5  Sche-tu  ist  von  der  Königsstadt
siebenmal  zehntausend  Weglängen  entfernt.  Man  versteht  es
daselbst,  Vögel  und  wilde  Thiere  zu  zähmen.  Hühner  und
Hunde  bringt  man  dahin,  dass  sie  sprechen  können.
Die  von  Pei-yuen  verfassten  neuen  Worte:
Am  Morgen  des  ersten  Tages  des  ersten  Monats  tödten
die  Obrigkeiten  des  Districtes  ein  Schaf  und  hängen  seinen
Kopf  an  das  Thor.  Ferner  spannen  sie  ein  Huhn  aus  und  zertheilen
  es.  Man  sagt  gemeiniglich,  dass  sie  dadurch  die  verderbliche ­
  Luft  unterdrücken,  Yucn  1  fragte  desshalb  den
Gebieter  ^  Jin  von  Ho-nan.  Der  Gebieter  Jin  sprach:  In
diesem  Monate  steigt  die  Luft  des  Erdreichs  zur  Höhe,  Pflanzen ­
  und  Bäume  setzen  Keime  an  und  gerathen  in  Bewegung.
Die  Schafe  zernagen  die  hundert  Pflanzen.  Die  Hühner  picken
in  die  fünf  Getreidearten.  Desswegen  tödtet  man  sie  und  befördert ­
  dadurch  den  Wachsthum.
Die  Heilmittel  Kö-hung’s:
Am  siebenten  Tage  des  fünften  Monats  gibt  es  in  den
tiefen  Brunnen  und  in  den  tiefen  Grabhügeln  viele  giftige
Luft,  und  man  kann  nicht  hineinsteigen.  Man  soll  es  früher
mit  Tlühnerfedern  versuchen.  Man  wirft  diese  in  den  Brunnen.
Wenn  sie  geraden  Weges  herabgelangen,  so  ist  keine  giftige
Luft.  Wenn  die  Federn  sich  nach  allen  vier  Seiten  herumdrehen, ­
  so  darf  man  nicht  hineinsteigen.
Die  vermischten  Schriften  der  fünf  Grundstoffe:
Will  man  ein  Weib  begehren,  so  nimmt  man  zwei  Hahnenfedern, ­
  brennt  sie  und  legt  sie  in  Wein.  Man  trinkt  diesen
und  erhält  gewiss,  was  man  begehrt.  Man  bedient  sich  dazu
des  Tages  Meu-tse  (25).  Dieses  ist  der  Tag,  an  welchem
Himmel  und  Erde  sich  vereinigen,  und  man  erhält  es  gewiss.

1  Pei-yuen,  der  Verfasser  des  angeführten  Werkes.
            
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