Schelling's Philosophie der Kunst.
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welcher .die Nothwendigkeit das Uebel verhängt, und die Freiheit,
sich über diesen Sieg erhebend, freiwillig das Uebel übernimmt'
(S. 691).
In eine Construction der einzelnen Formen des lyrischen
Gedichts hat Schelling, sich nicht eingelassen. Dagegen setzt
er die Construction des Epos als des schlechthin objectiven'
Gedichts nach zwei Seiten fort, jenachdem die Identität
lieh verhalten sowohl das Subject (der Dichter), als der Gegenstand
sich objectiv. Diese Identität nun könne nach zwei verschiedenen
Seiten hin aufgehoben werden : entweder so dass die
Subjectivität oder Besonderheit ins Object, die Objectivität oder
Allgemeinheit in den Darstellenden, oder so dass die Objectivität
(die Allgemeinheit) in den Gegenstand, die Subjectivität
in den Darstellenden gelegt ist. Beide Pole differenziren
sich wieder in sich nach der subjectiven und objectiven
Seite. Daraus entspringt folgendes Schema:
Subject objectiv Object objectiv
Epos
Subject objectiv Object subjectiv Subject subjectiv Object objectiv
relativ subjectiv
relativ objectiv
subjectiv objectiv
subjectiv
objectiv
Lehrgedicht Satyre
Elegie
Idylle
Um den Faden der Methode nicht zu verlieren, müssen
sich daher Lehrgedicht und Satyre einer-, Elegie und Idylle
andererseits, wie reale und ideale Einheit im Idealen, das
Epos als Indifferenz, alle drei untereinander, wie: Wissen,
Handeln, Kunst verhalten. Sehr leicht lässt sich einsehen, dass
Lehrgedicht und Satyre einen Bezug auf Wissen, desto schwerer,
wie Elegie und Idylle einen solchen auf das Handeln haben
sollen. Die Bemerkung, dass die Elegie, weil in der Vergangenheit
bleibend, geschichtlich' (Geschichte gleich Handeln)
sei, reicht nicht für die Idylle aus. Ueberhaupt möchte es
fraglich sein, ob die genannten Dichtarten mit Recht unter das
Epos eingereiht werden dürfen. Die Bemerkung des Dionys