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Zi mmermann.
sich deren Philosophie in einförmiger Wiederkehr an dem leitenden
Faden der Constructionsmethode ab. Die Kunst als
Abbild des Alls im Idealen, bietet wie jenes eine reale und
eine ideale Seite dar, in deren jeder dessen Potenzen, die
reale, ideale und realideale oder idealreale d. i. die Indifferenz
widerkehren müssen. Jenes begründet deren Eintheilung in
bildende und redende; letzterer Umstand liegt der Eintheilung
der bildenden Kunst in Musik, Malerei und Plastik, der redenden
in lyrische, epische und dramatische Dichtkunst zu
Grunde. Dass die Musik, von der Schelling (S. 487) selbst
gesteht, dass sie ,bis jetzt' allgemein von der bildenden Kunst
getrennt worden sei, sonach unter derselben mit einbegriffen
wird, ist nicht die geringste unter den auffälligen Thesen dieser
Kunstphilosophie.
In dem kurze Zeit vor der Abhaltung dieser Vorträge
erschienenen ,Bruno' (1802) hatte Schelling den Pantheismus
Giordano’s mit der Identitätsphilosophie Spinoza’s und der
Ideenlehre Platon’s zu verschmelzen versucht; Folge davon ist,
dass uns die letztere in den Vorträgen begegnet. Philosophie
und Kunst sind dadurch verwandt, dass beide nicht die wirklichen
Dinge, sondern deren ,Urbilder' darstellen, von welchen
jene ,nach den Beweisen der Philosophie' (wobei Schelling
seinen ,Bruno' im Auge gehabt haben mag) nur unvollkommene
Abdrücke sind. Der Unterschied der Kunst von der Philosophie
aber besteht darin, dass diese in der Kunst ,selbst —
als Urbilder — demnach in ihrer Vollkommenheit objectiv
werden und in der reflectirten Welt selbst die Intellectualwelt
darstellen 1 (S. 369). Philosophie und Kunst haben es
folglich beide mit den Dingen an sich, mit der noumenalen
Welt zu thun; obgleich jene nur subjectiv, diese dagegen ,objectiv',
jene schauend, diese schaffend im Idealen, wie Vernunft
das ruhende, der Organismus das zeugende Ding an sich ist
im Realen. Das All als Totalität ist Einheit, die zugleich
Vielheit und Vielheit, die zugleich Einheit ist; das Ding an
sich daher zugleich ein einziges und doch vielfaches, sowohl
nach der idealen, wie nach der realen Seite hin, daher es von
jener angesehen als ein ideales, von dieser angesehen als
ein reales Reich erscheint. Jenes von seiner realen Seite
angesehen, stellt sich als Wissen, von seiner idealen betrachtet,