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Zimmermann.
All
Reale Seite
Subjective Seite
Vernunft
Reale Seite Indiff. Ideale Seite
Materie Licht
Object. Seite
Organismus
Ideale Seite
Subjective Seite
Philosophie
Reale Seite Indiff. Ideale Seite
Wissen Handeln
Object. Seite
Kunst
Aus dem Schema erhellt, dass der Begriff der ,Kunst',
welchen Schelling der Construction ihrer Philosophie zu Grunde
legt, der nämliche ist, welcher den Schwerpunkt im System
des ti’anscendentalen Idealismus ausmachte. Die ästhetische
Thätigkeit stellt den Indifferenzpunkt der theoretischen und
praktischen dar; dieselbe ist ,weder ein blosses Handeln noch
ein blosses Wissen, sondern sie ist ein ganz von Wissenschaft
durchdrungenes Handeln, oder umgekehrt ein ganz zum Handeln
gewordenes Wissen, d. h. sie ist Indifferenz beider* (§. 14,
S. 380). Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Erklärung, die
mit der ,bewusst-unbewussten* Thätigkeit (im System des transcendentalen
Idealismus) zusammenfällt, würde in Schelling’s
Vorlesungen so vergeblich gesucht werden, wie ein solcher im
System des transcendentalen Idealismus vermisst wird. Vielmehr
wird das Zutreffende derselben stillschweigend als so selbstverständlich
vorausgesetzt, dass die unleugbare Existenz einer
Kunst als vollgiltiger Beweis für die Existenz einer ,bewusstunbewussten*,
,wissend handelnden und handelnd wissenden
Thätigkeit* gelten soll. Schelling schliesst: Wenn es eine Kunst
gibt, so kann sie nur als,bewusst-unbewusste Thätigkeit* existiren.
Nun gibt es eine Kunst. Ei’go gibt es auch eine ,bewusst-unbewusste
Thätigkeit*, — ein Schluss, der nur richtig ist, wenn
die Begriffe: ,ästhetische Thätigkeit* und ,bewusst-bewusstlose
Thätigkeit' Wechselbegriffe sind. Ein Beweis letzterer (willkürlichen)
Annahme ist nirgends geliefert. *
Gleichwohl trägt dieselbe nicht bloss Schelling’s Philosophie
der Kunst, sondern sein ganzes philosophisches System. Die
Kunst ist ihm eben das ,Organon* der Philosophie, weil sie der
thatsächliche Beweis einer Thätigkeit ist, in welcher theoretische