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Zim m ermann.
reellen und ideellen Seite der Welt eine vorherbestimmte Harmonie,
wie Leibnitzens Harmonismus eine solche zwischen
natürlicher und sittlicher Weltordnung nach. Wie nach Leibnitz
Gott, der als Baumeister in der mechanischen, als Gesetzgeber
in der moralischen Philosophie erscheint, in der harmonischen
beides zugleich, ein und derselbe ist, so ist es nach Schelling
dieselbe Thätigkeit, welche im Produciren der objectiven Welt
ohne Bewusstsein productiv (Architekt der Welt), im freien
Wollen und Handeln mit Bewusstsein productiv (Gesetzgeber
der Welt) ist. Die Philosophie dieser Thätigkeit, welche die
Identität der theoretischen und praktischen, wie die Philosophie
Gottes, insoferne er als Architekt und Gesetzgeber einer und
derselbe ist, muss nach beiden den höchsten Gesichtspunkt
einnehmen, der als Philosophie überhaupt möglich ist. Leibnitz
bezeichnet sie als Philosophie der prästabilirten Harmonie,
Schelling als Philosophie der Kunst.
Warum dieser Name? Leibnitz drückt mit dem seinigen
einen Standpunkt der Betrachtung aus, von welchem aus gesehen
die mechanische Natur- und die moralische Weltordnung zusammenfallen.
Schelling will mit dem seinigen jenen Punkt im
thätigen Ich des transcendentalen Idealismus markiren, auf
welchem bewusstloses (blindes, mechanisches) und bewusstes
(gesetzliches, freies) Produciren zusammenfallen. Zunächst
könnte jener wie dieser ein blosses Postulat, die Berechtigung
desselben müsste durch eine Thatsache erwiesen sein. Leibnitz
beruft sich zum Beweise auf die Thatsache des Daseins Gottes;
Schelling auf die Thatsache der ästhetischen Thätigkeit.
Auf die Beurtheilung der ersteren haben wir hier nicht
einzugehen. Leibnitz hat sich bekanntlich in dem Cirkel bewegt,
das Dasein der prästabilirten Harmonie aus dem Dasein Gottes
und umgekehrt dieses aus jenem zu erweisen. Schelling’s Beweis
dagegen beruht auf der (unbewiesenen und in sich widersprechenden)
Annahme, dass die ästhetische Thätigkeit zugleich
und in einem und demselben Sinne bewusst und bewusstlos
sei.
Schelling schliesst nämlich so: gibt es eine Thätigkeit,
die bewusst und bewusstlos zugleich ist, so gibt es auch einen
Vereinigungspunkt der theoretischen und praktischen Philosophie.
Nun ist die ästhetische Thätigkeit eine solche, welche bewusst