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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Schelling’s  Philosophie  der  Kunst.

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porter  leur  peine  avec  eux  par  l’ordre  de  la  nature  et  en  vertu
meme  de  la  structure  mecanique  des  choses  et  que  de  meme
les  helles  aetions  s’attireront  leurs  recompenses  par  des  voies
machinales  par  rapport  aux  corps.  Fasst  man  daher  nur  den
mechanischen  Zusammenhang  der  Dinge,  das  Reich  der  wirkenden ­
  Ursachen,  ins  Auge,  so  erhält  man  ein  anderes  Bild,
als  wenn  man  den  moralischen,  das  Reich  der  Zweckursachen,
für  sich  im  Auge  hat,  und  wieder  ein  anderes,  wenn  man  die
Harmonie  beider,  welche  durch  Gott  von  Ewigkeit  besteht,
sich  gegenwärtig  hält,  und  doch  ist  das  so  von  drei  verschiedenen ­
  Standpunkten  aus  betrachtete  Universum  nur  eines  und
dasselbe.  Vom  ersten  aus  scheint  der  Natur]  auf  ganz  mechanisch,
d.  h.  vom  Einflüsse  des  göttlichen  Willens  (der  Gnade,  gräce)
unabhängig;  vom  zweiten  aus  ganz  willkürlich,  d.  h.  von  Gottes
Willen  (seiner  Gnade)  abhängig;  vom  dritten  aus  (welcher  der
wahre  ist)  angesehen,  ,conduisent  les  choses  a  la  gräce  par  la
voie  meme  de  la  natureh  (§.  88.)
Das  Zusammentreffen  der  Dreizahl  der  möglichen  Betrachtungsweisen ­
  der  ,besten  Welt 4  und  der  ,ideellen'  Bestimmungen ­
  des  Universums  bei  Leibnitz  und  Schelling  ist  wohl
mehr  als  zufällig.  Die  Anschauung  der  besten  Welt,  welche
darin  nur  einen  bewusstlosen  Mechanismus  erblickt,  mahnt  an
Schelling’s  Natur-,  jene,  welche  darin  nur  das  Werk  göttlicher
Leitung  sieht,  an  dessen  Geschichtsphilosophie.  Diejenige,
welche  in  Folge  der  prästabilirten  Harmonie  zwischen  dem
Reiche  der  Natur  und  der  Gnade  beide  als  eines  erkennt,  wird
als  die  vorzüglichste  bezeichnet.  Schelling  nennt  seine  Kunstphilosophie ­
  die  Wiederholung  seiner  Philosophie  in  der  ,höchsten
Potenz'.
Verstehe  ich  die  Ausdrücke  von  Leibnitz  recht,  so  setzt
er  den  beiden  ,regnes  naturels',  in  deren  einem  Gott  nur  die
Rolle  eines  Baumeisters,  in  deren  anderem  die  eines  Gesetzgebers
spiele,  ein  drittes  gegenüber,  das  er  gouvernement  parfait  nennt.
Bei  diesem  tritt  Gott  sowohl  in  der  einen  als  in  der  andern
Eigenschaft  in  den  Hintergrund;  die  Dinge  bedürfen  weder
des  Beistandes  noch  des  Gesetzes;  was  geschehen  soll,  geschieht,
von  selbst,  gesetzlich  und  doch  ohne  Bewusstsein  des  Gesetzes. ­
  Sowohl  die  blinde  Nöthigung  als  das  Bewusstsein  der
Pflicht  sind  überflüssig,  da  das  Natürliche  vernünftig  und  das
            
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