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Zimmer mann.
dem Gatten seiner nachherigen ersten Frau, der geistreichen
Caroline, der sicli damals in Berlin befand, um seine bekannten
ästhetischen Vorlesungen zu halten, seinen Entschluss mit, ^kommenden
Winter auch Aestlietik zu lesend (Aus Schelling’s Leben,
Bd. I, S. 397.) Der Brief enthält ein vollständiges Programm, zu
dessen Ausführung er sich Schlegel’s Beistand und die freundliche
Mittheilung von dessen Manuscript erbittet. Eine Theorie der
Kunst ist seine Absicht nicht, da eine solche mehr oder weniger
der Philosophie untergeordnet und von einer Seite nothwendig
— vom speculativen Standpunkte aus angesehen — empirisch
sein muss. Wie es wirkliche oder empirische Dinge gibt, gibt
es auch eine wirkliche oder empirische Kunst — auf diese
bezieht sich die Theorie; aber wie es intellectuelle Dinge, Dinge
an sich gibt, gibt es auch eine Kunst an sich, von der die
empirische nur die Erscheinung ist, und diese ist das, wodurch
es eine Beziehung der Philosophie auf Kunst gibt. Schlegel
werde leicht sehen, dass diese Philosophie der Kunst mehr
eine allgemeine, eine im höchsten Reflex der Kunst schwebende
— Philosophie des Universums sei als eine Theorie der Kunst,
sofern sie eine besondere ist, ebenso dass in derselben von
empirischer Kunst auf keine Weise, sondern nur von der Wurzel
der Kunst, wie sie im Absoluten ist, die Rede sei, die Kunst
also ganz von ihrer ,mystischen' Seite genommen werde.
Sehr bestimmt, obgleich ,in noch rohen Bruchstücken'
wird darauf der Gegenstand, in den folgenden Zeilen die
Methode seiner Kunstphilosophie bezeichnet. Nicht sowohl die
Kunst als das Ein und Alles in der Form und Gestalt der
Kunst soll abgeleitet werden. Es ist ganz eiufach zu denken,
dass das Universum, wie es als organisches Ganzes, ebenso
auch als Kunstwerk und Kunstganzes im Absoluten liege. Die
Musik, die Rede, die Malerei — alle Künste haben wie die
Kunst überhaupt, ihr Ansieh im Absoluten. Auch hier werde
das Schema, welches ihn in der allgemeinen speculativen Philosophie
durch die schwersten Verwicklungen der Reflexion hindurchgeführt,
am meisten geeignet sein, um das Alles in Allem
darzustellen. Die erste und absolute Einheit soll ,auch hier' in
die zwei Brennpunkte der realen Entgegensetzung der bildenden
und redenden Kunst (wovon jene dem Realen, diese dem Idealen
entspricht) getrennt dargestellt, in jeder Einheit für sich wieder