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Zimmer mann.
jahr der Geburt des am 27. Januar 1775 geborenen Schelling
nicht vorüber gehen zu lassen, ohne dass in diesen der Wissenschaft
und darunter insbesondere auch der Philosophie gewidmeten
Hallen dessen Name genannt werde. Kommt es auch
mir, der ich auf philosophischem Gebiete zu dessen Gegnern
gehöre, nicht zu, zu dessen Lobredner zu werden, so geziemt
es sich, das Gedäehtniss eines Geistes, der unter den Grossen
des deutschen Volks und dieses Jahrhunderts stets als einer
der ersten genannt worden ist und werden wird, durch Anknüpfung
an dessen wissenschaftliche Leistungen zu feiern.
Sehelling’s Naturphilosophie hat, in welchem Sinne immer, in
die naturwissenschaftliche Bewegung im Anfänge dieses Jahrhunderts
mächtig eingegriffen, Sehelling’s Philosophie der Kunst
auf Künstler und Kunstschriftsteller nachhaltigen Eindruck hervorgebracht.
Die Würdigung der letzteren setze ich mir hier
zur Aufgabe.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass der ehemalige
Präsident der Akademie der Wissenschaften in München für
die Gründung und Zukunft der Schwesterakademie in Wien
lebhafte Tlieilnahme gehegt hat. Als mich im September des
Jahres 1847 mein Weg nach Berlin und mein Wunsch, den
letzten Ueberlebenden aus der philosophischen Heroenzeit
Deutschlands persönlich kennen zu lernen, in Schölling’s Studirstube
führte, galt dessen erste Frage der eben vollzogenen
Stiftung der Akademie zu Wien und der zukünftigen Stellung
der Philosophie an derselben. Aufmerksam, so weit es dem Fernstehenden,
aber wie sein Briefwechsel beweist, mit seinen politischen
Sympathien Oesterreich jederzeit Zugewandten möglich war,
hatte Schelling den Gang der Verhandlungen verfolgt, welche der
späten Verwirklichung der schon von Leibnitz angeregten Idee
vorangegangen waren. Der im Jahre 1838 in der Beilage zur
Augsburger Allgemeinen Zeitung geführte Streit zwischen dem
Astronomen Littrow dem Aeltercn und dem Philosophen Günther,
von welchen jener die Ausschliessung der Philosophie von der
Akademie, dieser ihre Aufnahme in dieselbe vertrat, hatte (wie
auch ein in Schelling’s Biographie: Aus Schelling’s Leben I. 139
abgedruckter Brief vom 10. Juni 1838 beweist) seine warmeParteinahrne
für die letztere erweckt. Die ein Jahr darauf, unter dem
Einflüsse der inzwischen erfolgten Aufhebung des Geistesdruckes