Zimraermann. Sclielling’s Philosophie äer Kunst.
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Schelling’s Philosophie der Kunst.
Ein Nachtrag zu meiner Geschichte der Aesthetik.
Von
Robert Zimmermann,
wirkl. Mitgliede der kais. Akademie der Wissenschaften.
Was ich der hohen Classe hier vorlege, ist ein Nachtrag zu
meiner irn Jahre 1858 erschienenen Geschichte der Aesthetik.
Das Werk war das erste seiner Art, nicht nur in der deutschen,
sondern in der Literatur überhaupt, und Mängel desselben, die
ich heute, Sie glauben es mir ohne Versicherung, klar einsehe,
mochten darum nachsichtige Beurtheilung ansprechen. Allein
dies kann mich nicht von der Verpflichtung entheben, Lücken
desselben auszufüllen, auch wenn sie damals, wie die sogleich
zu erwähnende, unverschuldet waren. Meine Darstellung von
Schelling’s ästhetischen Ansichten erscheint mir jetzt, seit
seine gedruckten und ungedruckten Werke in einer Gesammt-Ausgabe
veröffentlicht worden sind, unvollständig, obwohl,
ich füge dies nicht ohne Genugthuüng hinzu, auch jetzt noch
nicht unrichtig. Die Zahl der Quellen für dieselbe ist
seitdem vermehrt, mein Urtheil über ihren Werth dadurch
nicht verändert worden. Aber ich hielt es für nothwendig,
als Geschichtsschreiber der Wissenschaft die auf unvollständige
Docuinente gebaute Darstellung durch die hinzu gekommenen
Quellenschriften zu ergänzen und auf Grund der
Erweiterung des Materials das damals gefällte kritische Urtheil
einer Revision zu unterwerfen. Beides ist der Zweck der vorliegenden
Abhandlung.
Zu dieser inneren kommt noch eine äussere Veranlassung.
Es schien mir Pflicht der kaiserlichen Akademie, das Säcular-