Ueber die Vorarbeiten zur Herausgabe der griechischen Grabreliefs..
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befindlichen, ehedem im römischen Handel erworbenen Reliefs,
welches seiner gesammten höchst auffallenden Eigenthümlichkeit
nach meines Wissens nur in einem Relief im britischen
Museum (App. brit. Mus.) seines Gleichen findet. Prof. Berg-au
erwidert auf die Mittheilung der Londoner Photographie, dass
beide Reliefs offenbar von einer Hand seien. Ausserdem überliess
uns Herr Prof. Bergau aus dem in seinen Besitz übergegangenen
Nachlasse des als Erforscher Griechenlands im Anfänge
diesesj Jahrhunderts bekannten Architekten von Haller sieben
Zeichnungen von Grabreliefs aus verschiedenen Orten, darunter
auch eines nach der beigefügten eigenen Notiz Hallers für
Ludwig von Baiern angekauften Grabsteines mit der Figur
eines Reiters und der Inschrift Zw-upoc ’ApiG-ojj.ä^ou. Auch Brunn
ist nicht bekannt, dass sich derselbe jetzt in München befinde.
Wir verdanken ferner den Herausgebern des C. I. gr.
die Photographien von sechs attischen Grabreliefs, welche
Th. Mommsen in der Villa Guilloteau bei Nizza vox-fand
(s. Frankel in der arch. Zeit. N. F. VII, 1874, S. 148 ff.) Die
Figur auf dem laut der Inschrift aus dem Piraeeus stammenden
Grabsteine des in der Gymnastik geübten IlXdms findet ihr
stark übereinstimmendes Gegenbild in dem sich auch mit der
Rechten bekränzenden, mit der Linken einen Palmzweig haltenden
Jünglinge auf einem von der Ag-ia Trias hemihrenden
Grabsteine (App. Athen Bai’bakeion 286). Das Akroterion des
Grabsteins einer OtvavGv) KaXXwxpxn)<; SaXapcvia vermehrt wieder
die Zahl der Akroterien mit Sirenenfiguren.
Der Vei’mittlung des Herrn Dr. Dütschke verdanken wir
die Photographien dreier griechischer Gi’abreliefs im Palazzo
Riccardi zu Florenz, von welchen mittlerweile Dütschke
selbst in seinem Kataloge der zerstreuten Antiken von Florenz
Nachricht gegeben hat (S. 69 n. 141, S. 71 n. 151, S. 72 n. 152).
Die k. k. Central-Commission für Erforschurig
und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale
stellte zwei Photographien von Gi'absteinen mit griechischer
Inschrift im Museum zu Spalato, welche Herr Prof.
Glavinic eingesandt hatte, zur Vei’fügung. Der eine dieser
Steine ist dem Vernehmen nach bereits in einem Gymnasial-Programme
von Zara 1864 publicirt, genauer jetzt beide in den
Mittheil, der k. k. Centi-al-Commission N. F. 1875, S. 29, 1. 2.