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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

lieber  die  Vorarbeiten  zur  Herausgabe  der  griechischen  Grabreliefs.

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seits  ein  Hund,  andererseits,  auf  einer  Stufe  des  Pfeilers  eingeschlafen,
  ein  kleiner  Knabe  erscheinen.  Das  bester  Zeit  ungehörige ­
  Relief  ist  leider  nicht  ohne  Beschädigungen.  Zu  der
Bedeutung  desselben  an  sich  gesellt  sich  als  zur  Erkenntniss
der  G-rabreliefs  überhaupt  förderlich  der  Umstand,  dass  eine
zugleich  wesentlich  übereinstimmende  und  dabei  doch  frei  abweichende ­
  Wiederholung  schon  länger  bekannt  ist  (App.  Athen
Hadriansstoa  30.  Heydemann  203),  mit  welcher  abermals  drei
andere  Exemplare,  die  aber  ungleich  gut  erhalten  und  uns
ungleich  gut  bekannt  sind,  nahe  zusammengehören  (s.  Anzeiger
der  k.  Akad.,  phil.-hist.  Classe,  Sitzung  vom  15.  Juli  1875.
Ravaisson,  Revue  archeol.  Juni  1875,  zu  Taf.  XIV).
Wie  dieses  ausgezeichnete  Relief  befinden  sich  im  neuen
Museum  auch  die  noch  übrigen  elf  von  Postolakkas  als  neu
zum  Vorschein  gekommen  verzeichneten  Grabsteine,  von  denen
hier  nur  die  Inschriften  mitgetheilt  werden  können.  Zuerst  eine
aus  athenischem,  nicht  näher  bestimmten  Fundort  stammende
Vase  mit  drei  Figuren  in  Relief:  Agapen;  .  ’laiaSr,?  EheiaTo?.
OeoTuofj.Tro?  Eaeiaioq.  Eine  im  Piraeeus  gefundene  Stele  zeigt
die  Figur  eines  jungen  Mannes:  ’bi'coxoc  ’Ioiowpou  MtXifcioc.
Eine  andere  ebenfalls  aus  dem  Piraeeus  herrührende  Stele,
deren  jetzt  glatte  Fläche  einst  bemalt  gewesen  sein  wird,  trägt
die  Inschrift  Aa-<pw  Ib.pafj.svou  K’joaÖvjvso?  (so)  yuvr,.  Auf  dem  in
Athen  gefundenen  Obertheile  einer  Stele  ist  noch  die  Figur
einer  sitzenden  Frau  'Av.lq  sichtbar,  vor  der  ein  Mädchen  ein
Wickelkind  hält.  Auf  wieder  einer  anderen  Stele  aus  Athen,
deren  Akroterion  Reste  blauer  Färbung  trägt,  können,  obgleich
Postolakkas  das  nicht  ausdrücklich  bemerkt,  die  drei  Figuren
zu  den  eingemeisselten  Namensinschriften  in  Malerei  ausgeführt
gewesen  sein:  IIpsy.Avjc  ’AypuAvjOsv  .  Apo[j.L--o;  AYpu/.vjOsv  .  MuprdAYj.
Aus  Atalante  ist  eine  Stele  nach  Athen  in  das  neue  Museum
gebracht  mit  einer  von  einem  Knaben  begleiteten  männlichen ­
  Rclieffigur:  Newafvets  ^pr,erxe  "/alps.
Mittheilungen  aus  Athen  erhielten  wir  ferner  von  Herrn
Evstratiadis,  der  schon  früher  unser  ganzes  Unternehmen
auf  das  Förderlichste  unterstützte,  und  jetzt  durch  Herrn  Klein
uns  auf  eine  Sammlung  von  Grabreliefs  auf  Aigina  aufmerksam ­
  machte,  die  inzwischen  genau  erkundet  wird.  Herrn
Rhu  sopulos  verdanken  wir  eine  briefliche  Nachricht  vom
            
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