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Kenner.
Rücksicht auf die Beschaffenheit des Bodens und etwa schon
vorhandene Orte. Er schmiedet daraus einen öfter wiederholten
Vorwurf gegen mich. Man wird aber diese Behauptung in
meiner Schrift nicht finden. An und für sich ist es selbstverständlich,
dass man so viel als möglich gesucht hat, die Wechselstellen
in die Mitte zweier Mansionen zu rücken, da dies mit
mannigfachen Vortheilen für den Postdienst verbunden war.
In der Tliat finden sich in der Tabula gleiche Distanzen sehr
häufig, auch auf unserer Route; in meiner früheren Bearbeitung
(Sitzungsher. LXXI, 409 f.) habe ich aus dem Itin. Hierosol.
dargelegt, dass im Durchschnitte die Mansionen nach je 24,
die Mutationen nach je 12 mp., also in der halben Entfernung
der ersteren eingestellt waren, wenngleich im Einzelnen sich
die Distanzen anders stellen. Als Normale für die Anlage der
Mutationen hat man daher sicher die halbe Entfernung der
Mansionen betrachtet. Aber in der Durchführung stellten sich
diesem Schema vielfache Rücksichten in den Weg, deren Gewicht
jene Vortheile in einzelnen Fällen überwog, daher die
effectiven Entfernungen vielfach vom Normale abweichen, wovon
eben auch unsere Strecke auf der Tabula Zeugniss gibt. Das
ist übrigens eine so allgemein bemerkbare und in der Sache
selbst begründete Erscheinung, dass es wundern müsste, wie
Kohn auch dadurch nicht auf den Gedanken geführt wurde,
die falsche Behauptung, die er mir zuschreibt, beruhe vielmehr
in einem Missverständnis seinerseits. Dies wird aber sofort
erklärlich durch die Erwägung, dass es ihm in Folge seiner
Bestimmung von Sabatinca auf Trieben darum zu thun sein
musste, den gesammten Tauernübergang in eine Tagreise zusammenzufassen;
er setzt die eine Mansio auf Ad pontem (Furt),
die andere auf Surontium (Sabatinca = Trieben) an und erhält
zwischen beiden zwei Stationen Viscellae und Tartursana,
die somit Wechselstellen gewesen sein müssen, so dass hier
auf eine Tagreise nicht eine, sondern zwei Wechselstellen entfielen.
Auch bei Kohn ist dies nur ein einzelner Fall; im
Uebrigen nimmt auch er eine Wechselstelle für eine Tagreise
in Anspruch, so dass von je zwei Stationen der Tabula die eine
die Nachtherberge, die nächstfolgende die Wechselstelle darstellt.
Um zur Verschiedenheit der Namen jener Stationen,
welche südwärts vom Piru erscheinen, zurückzukehren, so ist